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Kirchgemeinde Thun im Plus

An der Kirchgemeindeversammlung der römisch-katholischen Kirchgemeinde Thun vom 21. November wurden einige Weichen neu gestellt: Per 1.1.2020 wurde eine Steuersenkung beschlossen, ausserdem wurde der Kirchgemeinderat um einen Sitz auf acht Mitglieder verkleinert. Diese wurden die Legislatur 2020-2023 wiedergewählt, ebenso die Vertreter*innen des künftigen Landeskirchenparlaments (bisher: Synode).

«Mit unserer Präambel möchten wir der Gesinnung unserer römisch-katholischen Kirchgemeinde als öffentliche, staatsrechtliche Körperschaft mit christlichen Grundwerten einen angemessenen Stellenwert verleihen», erklärte Remo Berlinger als Präsident der Kirchgemeinde der römisch-katholischen Kirchgemeinde Thun an der Versammlung vom 21. November. Das bisherige Gemeindereglement wurde nicht zuletzt im Hinblick auf die neue Aufgabenverteilung zwischen Kirche und Staat im Kanton Bern auf 1. Januar 2020 komplett revidiert. Neu werden beispielsweise über bestimmte Kredit- und Liegenschaftsgeschäfte von mehr als 1,5 Millionen Franken an der an der Urne abgestimmt. «Auch wir stellen fest, dass von unseren rund 13‘000 Mitgliedern nur ein sehr kleiner Teil an der Kirchgemeindeversammlung erscheint», erklärte Berlinger die Gründe für diese neue Regelung. Dies wurde von den Stimmberechtigten denn auch gebilligt.

Gesamterneuerungswahlen

Im Haupttraktandum zur Totalrevision des Organisationsreglements wurde zudem neu festgelegt, dass der Rat künftig nur noch 8 statt 9 Personen umfassen wird; dies auch, weil die Vakanz für den 9. Sitz bereits seit einiger Zeit besteht. So stellten sich die 8 Vertreter*innen des Kirchgemeinderats der Gesamterneuerungswal für die Legislatur 2020 bis 2023. Unter dem Präsidium von Remo Berlinger wurden sein Vize Christian Eyer, Heinerika Eggermann Dummermuth, Christoph Felber, Marie-Louise Imadjane, Daniela Jäggi, Therese Scheibler und Alois Studerus wiedergewählt.

Ebenfalls Erneuerungswahlen standen für das künftige Landeskirchenparlament (bisher Synode) an. Mit der Wiederwahl von Heinerika Eggermann Dummermuth, Sabine Kaufmann, Rolf Stücheli und Markus Conrad sowie dem neuen Kandidaten Hans Weber anstelle des demissionierten Heinz Schmaus sind die fünf Thuner Sitze allesamt besetzt.

Steuersenkung auf 2020

Das Budget 2020 sieht in Serie erneut einen Ertragsüberschuss vor. «Dadurch wurde die Frage nach einer Steuersenkung immer klarer», führte Therese Scheibler als Ressortvorsteherin Finanzen aus. Denn eine Kirchgemeinde sollte aus Sicht des Kirchgemeinderats nicht gewinnorientiert arbeiten. So lautete die Zielsetzung des Rats denn auch, ein ausgeglichenes Budget zu präsentieren. Die Kirchgemeindeversammlung beschloss die Senkung des Steuerfusses von bisher 0.201 auf neu 0.195. Dadurch wird das Budget 2020 um gut 106'000 Franken schlechter gestellt als mit dem bisherigen Steuerfuss, schliesst aber dennoch mit einem erwarteten Plus von knapp 45'000 Franken.

Heinerika Eggermann Dummermuth (bearbeitet kr)

 

 

22. November 2019
erstellt von «pfarrblatt» online
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