pfarrblatt:

News-Artikel

Sara Leyener, 25 Jahre, wissenschaftliche Assistentin in der Sportwissenschaft an der Uni Basel, Interessen: Sport, Freunde, Familie.

Kraft in Zeiten des Aufbruchs

Diesen Satz sagt Gott zu Josua, der nach dem Tod Mose zu dessen Nachfolger wird. Ihm steht eine schwierige Aufgabe bevor – doch Gott hält zu ihm und unterstützt ihn. Diese Bibelstelle gibt mir Halt, Hoffnung und Zuversicht. Gott wird auch mich nicht fallen lassen und mich nie verlassen, egal wohin ich auch gehe, was ich auch mache. Er hält zu mir in jeder Situation. Diese Sicherheit gibt mir Kraft in Zeiten des Aufbruchs, der Veränderung und des Neuanfangs.

Ich kann gewiss sein, eines wird sich nicht ändern, denn Gott bleibt bei mir, er hält zu mir und stärkt mich, er verlässt mich nicht. Ich kann mutig neue Schritte wagen, eine neue Stadt erkunden, eine herausfordernde Stelle annehmen, mich auf Reisen machen. Wie wichtig es ist, andere nicht fallen zu lassen, spüre ich gerade selber sehr deutlich, wenn ich mein kleines Patenkind auf den Armen trage. Sie benötigt den Schutz und Halt meiner Arme. Ein Kind fallen zu lassen – undenkbar! Diesen Schutz spür ich durch Gottes Halt und möchte ihn weitergeben.

Ob ich das wirklich immer und überall im Alltag schaffe, weiss ich nicht. Zumeist gelingt es mir und wenn ich es spüren kann, macht es mich sehr glücklich. Zum Beispiel wenn der Kontakt zu einer alten Freundin nach langem Schweigen wieder aufblüht und wir uns verstehen, als hätte man sich gestern erst getroffen. Dann weiss ich, niemand von uns beiden lässt diese Freundschaft fallen. Jemanden fallen zu lassen bedeutet für mich auch, ihn im Stich zu lassen, ihn zu verraten oder nicht zu beachten. Ich wünsche mir, dass wir alle mit der Zuversicht durchs Leben gehen, die uns Gott mit seiner Aussage schenkt. Er lässt uns nie fallen und begleitet uns immer und überall hin. Diese Zuversicht könnte noch mehr wachsen, wenn auch wir uns untereinander stützen und begleiten. 

25. August 2011