Foto: Glasfenster Chor Grossmünster Zürich

Kunstmuseum Bern

Augusto Giacometti (1877–1947) war nicht nur ein wichtiger Pionier der Abstraktion in Europa, sondern hat auch die Kunst des farbigen Glasfensters auf neue künstlerische Höhen geführt. In zahlreichen Kirchen der Schweiz begeistern seine starkfarbigen Fenster, die aus dem Dunkel mystisch zu glühen scheinen, bis heute viele Besucher. Die Ausstellung «Die Farbe und ich. Augusto Giacometti», die im Kunstmuseum Bern noch bis zum 8.Februar läuft, widmet der Glasmalerei des Bündner Künstlers einen eigenen Raum. In Zürich, wo er die meiste Zeit seines Lebens wohnte und arbeitete, im Grossmünster, im Fraumünster und in der Wasserkirche, hat Giacometti die wohl bedeutendsten Kirchenfenster seines Schaffens verwirklicht. Am Montag, 2. Februar, findet um 18.00 im Kunstmuseum Bern ein Gespräch zwischen einem der beiden Pfarrer des Grossmünsters, Christoph Sigrist, dem Bischof von Basel, Felix Gmür, und dem Kurator der Ausstellung, Daniel Spanke, zum Marienfenster des Grossmünsters von Augusto Giacometti statt. Das Fenster ist in einer Webcam-Projektion und einem grossformatigen Pastellentwurf in der Ausstellung präsent. Das Gespräch soll über die christlichen Konfessionen hinweg eine Brücke zum religiösen Gehalt des Fensters in der Mutterkirche der deutschschweizer Reformation schlagen. com

Montag, 2. Februar, 18.00. Die Ausstellung ist ab 17.00 geöffnet.
Eintritt: Fr. 10.–, keine Anmeldung erforderlich.

28. Januar 2015