Foto: zVg

Kuppel und andere Räume

Seit Kurzem ist das Haus der Religionen um ein neues Bauelement reicher: eine Kuppel über der Moschee! Auch wenn sie mit ihren 3,5 Metern Höhe bloss eine kleine Kuppel darstellt, macht sie die Moschee sichtbarer und vor allem schöner. Denn es ist ein wichtiger Grundsatz im Islam: Gott ist schön. Abends bis 23 Uhr ist die Kuppel dezent beleuchtet und gibt der äusseren Erscheinung des Hauses eine neue und noch attraktivere Form.

Nicht alle haben dies von Anfang an rein ästhetisch positiv wahrgenommen. Über Monate haben sich Islamkritiker*innen gegen das Bauvorhaben gewehrt und sahen darin eine Umgehung des Minarettverbotes. Doch eine Kuppel mit einem Minarett zu vergleichen, «ist irrational», machte Imam Mustafa Memeti klar. «Wenn jemand Mühe hat, einen Unterschied zwischen einer Kuppel und einem Minarett zu machen, ist das genauso, wie wenn jemand nicht zwischen Ameisen und Elefanten unterscheiden kann.»

Dass eine Kuppel kein Minarett ist und was die Kuppel in seiner Tradition überhaupt bedeutet, wird Imam Memeti im kommenden Semester in der Textwerkstatt «Die Kuppel im Islam» thematisieren. Zudem war die neue Kuppel einer der aktuellen Gründe, warum das Haus der Religionen für sein nächstes Jahresthema «Grenzenlos. Religion + Raum» wählte. Ab Mitte Oktober darf man sich auf zahlreiche Veranstaltungen rund um dieses seit Corona nochmals neu akzentuierte Thema freuen. Interessierte finden die Programminfos unter

haus-der-religionen/programm

30. September 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 21
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