Kurznachrichten

Homosexuellen-Aktivistin geehrt
Vier Preisträger haben in Stockholm den Alternativen Nobelpreis erhalten. Die Right-Livelihood-Award-Stiftung verlieh eine der mit 106000 Euro dotierten Auszeichnungen an Kasha Jacqueline Nabagesera, die in Uganda für die Rechte von Homo, Interund Transsexuellen kämpft. Ein weiterer Preis ging an den italienischen Arzt Gino Strada für seine Versorgung von Menschen in Konfliktgebieten. Ausserdem zeichnete die Stiftung die kanadische Inuit-Aktivistin Sheila Watt-Cloutier aus, ein Ehrenpreis ging an das Volk der Marshallinseln und ihren Aussenminister Tony de Brum. De Brum hatte 2014 vor dem Internationalen Gerichtshof Klagen gegen alle neun Atomstaaten eingereicht, weil sie sich nicht an die Abmachungen aus dem Atomwaffensperrvertrag hielten. Mit dem Alternativen Nobelpreis werden seit 1980 jedes Jahr Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden geehrt. kr

Papst verzaubert Afrika
 Hunderttausende Besucher bei einer einzigen Messe, pilgernde Grossmütter und spontane Freudentänze neben dem Papamobil: Afrika liebt Papst Franziskus. Bei seiner Reise nach Kenia, Uganda und in die Zentralafrikanische Republik verstand es Franziskus erneut, die Herzen seiner Anhänger zu erobern. Ein Geheimnis von Franziskus’ Magie waren seine Reden, in denen er konkret die Probleme des Kontinents anprangerte: Korruption, Landraub, gierige Eliten. Einem Kontinent der Negativ-Schlagzeilen gab Papst Franziskus neues Selbstvertrauen. In Zentralafrika erklärte Franziskus, er komme «als Pilger», während er in Uganda Babys küsste und in Kenia Hände schüttelte. Die meiste Zustimmung erfuhr Franziskus erneut durch seine Rolle als Versöhner. Den Präsidenten aus dem kriegsgebeutelten Südsudan traf der Papst zum spontanen Vieraugengespräch. Und in der kriegsversehrten Zentralafrikanischen Republik traf er schliesslich mit Interimspräsidentin Catherine Samba-Panza zusammen. Diese bat stellvertretend um Vergebung für die Sünden ihres Landes und bezeichnete den Papstbesuch als ein «Geschenk des Himmels ». Schönherr, kath.ch, kr

Kirchen, Schöpfung, Klimagipfel
 Kurz vor Beginn des Klimagipfels in Paris haben die Schweizer Landeskirchen den Bundesrat in einem Brief eingeladen, sich mutig und mit Weitsicht für das Klima einzusetzen. Der Klimawandel bedrohe ein Leben in Würde für alle Menschen, betonen die Unterzeichner des Briefs, Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) und der christkatholische Bischof Harald Rein. Inzwischen hat der Gipfel mit Delegationen aus knapp 200 Staaten in Paris begonnen, um einen internationalen Klimavertrag zu schliessen. Die Schweizer Delegation wird von Bundesrätin Doris Leuthard angeführt. In dem Schreiben vom29. November rufen die Landeskirchen dazu auf, «diesen Moment zu nutzen, um das Klima – und damit die Lebensgrundlagen der heutigen und der kommenden Generationen weltweit zu schützen». kath.ch

Gottesdienst zum Legislaturbeginn
 Den Menschen dienen – dies ist die erste Berufung aller Menschen und «damit auch ganz besonders aller Politikerinnen und Politiker». Daran erinnerte der Basler Weihbischof Denis Theurillat am Montag, 30. November, vor rund 30 Bundesparlamentariern in Bern. Unter den Besuchern des ökumenischen Gottesdienstes zur Eröffnung der eidgenössischen Legislatur im Münster waren auch die Bundesräte Eveline Widmer-Schlumpf und Didier Burkhalter. Zur halbstündigen Andacht hatte die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz eingeladen. Auf den feierlichen Einzug von rund einem Dutzend Geistlicher unterschiedlicher Konfessionen, begleitet von Orgel und Trompete, folgten Gebete und Liedgesang. kath.ch

«Jedes Mal, wenn wir Gott durch uns hindurch andere Menschen lieben lassen, ist Weihnachten. Es wird jedes Mal Weihnachten, wenn wir unserem Bruder zulächeln und ihm die Hand reichen.»
 Mutter Teresa

1. Dezember 2015
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