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Verschwendung. Foto: fotolia, nito

Leben wir auf Pump?

Die Kolumne «Was mich bewegt» erscheint einmal im Monat in allen Pfarreiblättern des Bistums Basel. Dieses Mal ein kurzer Impuls von Bischofsvikar Christoph Sterkman.

Am 2. August hat mich die folgende Schlagzeile erschreckt: «Die Menschheit lebt ab jetzt ökologisch auf Pump.» Was ist gemeint? Die Menschheit verbraucht mehr Holz, Pflanzen, Futtermittel, Fisch und Nahrungsmittel als in Fischgründen, Wald-, Weide- und Ackerflächen jährlich nachwachsen können.
Am 2. August hat die Menschheit also bereits so viel an nachhaltig nutzbaren Ressourcen verbraucht, wie im ganzen Jahr regeneriert wird.
Dieser Weltüberlastungstag, an dem die Jahresressourcen erschöpft sind, war gemäss Berechnungen der Forschungsgruppe «Global Footprint Network» sechs Tage früher erreicht als im Vorjahr.

Mit unserem Wirtschaften, unserem Konsumverhalten und unserem Lebensstil treiben wir Raubbau an künftigen Generationen und machen auch die Anstrengungen in der Armutsbekämpfung zunichte.
Eine Tagung von Caritas Schweiz am 25. September zu «Klimaschutz und Armutsbekämpfung» geht diesen Zusammenhängen nach. Können wir die Weichen in Politik, Wirtschaft und unserem Lebensstil noch ausrichten zugunsten der Lebensgrundlagen und Perspektiven für die Armen und die Menschen von morgen?

Christoph Sterkman, Bischofsvikar St. Urs*

*Zur Bistumsregion St. Urs gehören die Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt. Bern gehört zu St. Verena


Was mich bewegt im Überblick

30. August 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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