Ikone "Christus und sein Freund" Foto: wikimedia

LIEBE KIRCHENMITGLIEDER, LIEBE GLÄUBIGE

DIESE IKONE IST UNTER DEM NAMEN "JESUS UND SEIN FREUND" BEKANNT GEWORDEN. SIE HAT EINEN LANGEN WEG HINTER SICH.

Sie wurde im Jahr 1900 in Ägypten in den Ruinen eines Klosters wiederentdeckt und stammt aus dem 8. Jahrhundert. Das Original befindet sich nun im Louvre. Bekannt gemacht wurde die Ikone durch Frère Roger, den Gründer von Taizè. Für ihn wird in der Geste des Umarmens die Freundschaft ausgedrückt, die Jesus Christus jedem Menschen anbietet. Nach dem Bibelwort: «Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiss nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe (Joh 15,15).»

In diesen Zeiten der Covid-19-Pandemie werden solche physischen Gesten der Freundschaft schwierig, aus Sicherheitsgründen gar unmöglich gemacht. Statt zu umarmen, gilt es Abstand zu halten. Darunter leiden viele Menschen, ältere und junge. Die behördlich verordneten Sicherheitsmassnahmen schränken massiv unser Pfarreileben ein.

Wir möchten Sie, liebe Kirchenmitglieder, nicht alleine lassen. Deshalb schreiben wir Ihnen diesen Pfarreibrief.

Wir laden Sie dazu ein, während dieser Adventszeit, die nun beginnt, Ihre Herzen vorzubereiten. Wir alle sind aufgerufen, achtsam zu werden, zu hoffen und sich zu freuen, damit wir Christus willkommen heissen können. In den kommenden Wochen habe wir Zeit, diese Hoffnung wieder zu lernen. Denn eines ist sicher, ob Covid-19 oder nicht, Weihnachten kommt.

Dieser an Sie gerichtete Brief begleitet Sie auf Ihrem Weg durch den Advent. Mehr denn je geht es darum, Selbstvertrauen und ein Lächeln zu pflegen, auch wenn sich diese hinter einer Maske verbirgt! Der Advent ist das Versprechen des Himmels auf Erden: Was passieren wird, wird passieren.

Der Advent ist eine Art Schwangerschaftszeit, ein Zeitraum, in der wir aufgerufen sind, „unsere innere Krippe vorzubereiten“. Ja, Gott kommt, um im Herzen des Menschen zu wohnen. Auch in unserem Herzen. Wie werden wir dieses Kind willkommen heissen? Welchen Platz lassen wir Ihn in all der Hektik der Weihnachtsvorbereitungen einnehmen? Werden wir neben den Dekorationen und Kerzen das wahre Licht uns erreichen lassen und uns mit Freude erfüllen?

Diese Adventszeit 2020 ermutigt uns stärker als andere zuvor, über Gewohnheiten, Komfort und Äusserlichkeiten hinauszugehen. Dieser Virus begrenzt uns, hält uns fern und beraubt uns. Es geht darum, zum Wesentlichen zurückzukehren. Zur Liebe zu unseren Nächsten, auch wenn - in diesem Jahr - die Beziehungen anders erlebt werden. Zentral ist die Nächstenliebe - mehr denn je. Und am Ende führt dieser Adventsweg zu diesem leuchtenden Kind, das uns bereits erwartet.

Wir wünschen Ihnen von Herzen eine Adventszeit voller Freude und Hoffnung.

Abbé François-Xavier Gindrat, curé-modérateur de l’Unité pastorale Bienne-La Neuveville

Pfarrer Stephan Schmitt, leitender Priester des Pastoralraums Biel-Pieterlen

Don Luciano Porri, missionario della Missione cattolica di lingua italiana

Don Marcelo Ingrisani, misionero de la Misión católica de lengua española

 

WICHTIGE HINWEISE

SEELSORGETELEFON

Mit dem Seelsorgetelefon 077 512 21 42 sind Sie direkt für ein persönliches Gespräch verbunden.

GOTTESDIENSTTELEFON

Das Gottesdiensttelefon gibt unter der Nummer 077 511 21 01. aktuell Auskunft darüber, welche Gottesdienste unter welchen Bedingungen stattfinden können.

 

 

 

9. Dezember 2020
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus