Stefanie Frei – die Königin der Nacht. Bild zVg

Mensch sein

Das Solidaritätsnetz Sans-Papiers Bern betreut etwa 150 Sans-Papiers mit Beratung, Begleitung und teilweise finanzieller Unterstützung. Seit demJahr 2000 arbeiten die aktiven Mitglieder, das Sekretariat unentgeltlich und freiwillig. Nun findet am Donnerstag, 4. Juni, ein Benefizkonzert in der Berner Markuskirche statt.


Die Menschenrechte sind fundamentale Grundrechte, welche jedem einzelnen Menschen zustehen. Währenddem der Genuss ihrer Rechte für Schweizer Bürger eine Selbstverständlichkeit darstellt, müssen Migranten oft um die Rechte, die ihnen per Menschsein zustehen, kämpfen. Die Menschenrechte sind nicht an den Aufenthaltsstatus gebunden, sondern gelten überall für alle Menschen. Das Solidaritätsnetz Bern setzt sich dafür ein, dass auch Menschen ohne geregelten Aufenthalt ihre Rechte wahrnehmen können.
Das Netz gibt nach eigenen Angaben ca. 30000 Franken für die Unterstützung der Sans-Papiers aus. 50% davon sind Unterstützungen für Alltagsbedürfnisse. Die grösseren Ausgaben in Frankenbeträgen, etwa 30%, gehen auf Gerichts- und Anwaltskosten. Reise- und medizinische Kosten bilden etwa 15% der Beiträge.

Am Benefizkonzert, das diese Aufwendungen mitfinanzieren soll, treten die Sängerinnen Stefanie Frei, Lisette Steiner, Tabita Munagapati, die Sänger Martin van Egmont und Markus Müller auf. Am Klavier begleitet Plinio Padilha. Dazwischen liest M. Rysler vom Solinetz Storys von Geretteten.

Am Donnerstag, 4. Juni, 19.30 in der Markuskirche Bern, Tellstrasse 33.
Infos: www.sans-papiers-be.ch

Jürg Meienberg

27. Mai 2015