Aus Seenot gerettet! Foto: Marina Militare Italiana

Menschen wie du und ich

Den Tränen nahe hat Papst Franziskus beim Regina Caeli-Gebet auf dem Petersplatz vergangenen Sonntag an das Schiffsunglück im Mittelmeer erinnert, bei dem möglicherweise bis zu 700 Flüchtlinge ertrunken sind.


Er drücke seinen tiefen Schmerz aus und versicherte den Angehörigen sein Gebet für die Opfer. «Sie sind Männer und Frauen wie wir, die auf der Suche waren nach einem besseren Leben, ausgehungert, verfolgt, verletzt, ausgebeutet, Opfer von Krieg, auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie suchten das Glück ...»
Angesichts des Bootsunglücks forderten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass wir uns «an dieses vielfache Sterben vor den Küsten unseres Kontinents nicht gewöhnen dürfen». Beide würdigten die einjährige italienische Operation ‹Mare Nostrum›. Jedoch: «Ihr Beobachtungsgebiet wurde stark eingeschränkt, die Finanzmittel begrenzt. Deshalb fordern wir mit Nachdruck, zu einem durchgreifenden Konzept der Seenotrettung zurückzukehren.»

radiovatican.va, kath.ch, Andreas Krummenacher

22. April 2015