Die neue Präsidentin des Landeskirchenrates: Marie-Louise Beyeler. Foto: Thomas Uhland

MIT NEUER PRÄSIDENTIN

MARIE-LOUISE BEYELER-KÜFFER WURDE ZUR NEUEN PRÄSIDENTEN DES LANDESKIRCHENRATES GEWÄHLT.

Das Parlament der Römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern hat zum Legislaturbeginn an seiner Sitzung im Rathaus Bern eine neue Präsidentin des Landeskirchenrates gewählt. Marie-Louise Beyeler-Küffer tritt die Nachfolge von Heinrich Gisler an. Ebenso wählte das Parlament drei neue Mitglieder in den siebenköpfigen Rat.

Die 64-jährige Marie-Louise Beyeler-Küffer ist in der Berner Kirche bestens bekannt: Seit vier Jahren arbeitet sie im Landeskirchenrat mit. Früher war sie in leitenden Funktionen in verschiedenen staatskirchenrechtlichen Gremien in Bern tätig. Nach ihrem späten Theologiestudium war sie während neun Jahren bis zu ihrer Pensionierung vor wenigen Wochen Pastoralraumleiterin im Seeland und Pastoralassistentin in Büren a.A.

Drei von sieben sind neu

Der zurücktretende Präsident Heinrich Gisler wurde vor drei Jahren in das Amt gewählt. Er hat die Landeskirche durch die Verhandlungen mit dem Kanton im Zusammenhang mit dem neuen Landeskirchengesetz und durch das Strukturprojekt "Perspektiven 2020“ geführt. Dieses brachte der Landeskirche unter anderem eine neue Verfassung. Aus dem Landeskirchenrat zurückgezogen haben sich auf Ende der Legislatur auch Vizepräsidentin Elisabeth Kaufmann (Pieterlen) und Michel P. F. Esseiva (Biel). Neu gewählt wurden Sabine Kempf (Lyss), Barbara von Mérey-Zeller (Courtelary) sowie René Löffler-Berchtold (Bönigen).

Die Delegierten des 70-köpfigen Parlaments, darunter 16 neue, wurden zum Beginn der Legislatur inPflicht genommen. Michel Conus als Präsident und Pascal Bord als Vizepräsident wurden in ihren Ämtern bestätigt. Erstmals bestellte das Parlament die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission sowie die Kommission für Anderssprachige. Beide Kommissionen wurden mit der neuen Verfassung der Landeskirche geschaffen.

Die Landeskirche schliesst das Jahr 2019 erstmals seit Längerem mit einem buchhalterischen Defizit ab. Der Verlust von CHF 195‘500 ist auf eine einmalige Einlage in den Fonds für pastorale und diakonische Arbeit von CHF 300‘000 zurückzuführen, welche das Parlament im Juni 2019 beschlossen hatte.

Zu reden gab im Parlament der neue Leistungsvertrag mit der Caritas Bern. Im vergangenen Jahr hatte die Landeskirche eine Stelle für „Pastorale Bereiche“ geschaffen, die unter anderem Aufgaben übernimmt, welche bisher die Caritas Bern im Auftrag der Landeskirche erfüllt hatte. Auch künftig wird die Landeskirche Caritas Bern für Leistungen im Bereich Armutsbekämpfung massgeblich mitfinanzieren. (mgt.)

1. September 2020
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus