Markus Stalder erhält von Diakon Hans-Peter Vonarburg (mit bewusst nachlässig geschnürter Kravatte) unter anderem Blumen. Foto: Niklaus Baschung

MITEINANDER AUF DEM WEG

WÄHREND DES OBERSTUFEN-STARTGOTTESDIENSTES WURDE PASTORALRAUMLEITER MARKUS STALDER VERABSCHIEDET.

Der Gottesdienst in der Oberkirche St. Maria wurde zum Thema «Zeit» gestaltet, mit dem Evangeliums-Text aus dem Buch Kohelet: «Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben . . .» Der Rapper Rawid aus Bern hat der Feier einen zeitgemässen musikalischen Rahmen gegeben. Einführung und Predigt nahmen Bezug auf die Zeitthematik. Und dieses Motiv passte auch zur Verabschiedung des Pastoralraumleiters Markus Stalder.

Denn in die vollbesetzte Kirche waren viele Kirchenmitglieder gekommen, um vom geschätzten Seelsorger Abschied zu nehmen. Seit August ist er bei der röm.-kath. Landeskirche des Kantons Bern tätig, wo er die neu geschaffene Fachstelle «Pastorale Bereiche» aufbaut. Diakon Hans-Peter Vorarburg wünschte seinem Kollegen in seiner Würdigung, dass er in Bern nun sagen könne: „Wenn ich sitze, dann sitze ich; wenn ich nach Hause will, dann verlasse ich auch tatsächlich das Büro.“ Er übergab ihm sinnige Geschenke: theologische Literatur, eine grosse Teetasse, Gewürze, einen Harley Davidson aus Schokolade, Blumen für Markus, seine Frau und die beiden Töchter.

Mit einem lachenden und weinenden Auge verabschiedete ihn Michel Esseiva, Präsident der Kirchgemeinde Biel und Umgebung. Dem Bedauern wegen seiner Kündigung in Biel stehe die Freude gegenüber, dass er ihn als Mitglied des Landeskirchenrates für dessen neue Tätigkeit in Bern wählen konnte.

Stefan Schmitt, leitender Priester im Pastoralraum, erinnerte daran, dass Markus Stalder zu Beginn seiner Tätigkeit als Pastoralraumleiter schmerzende Sparmassnahmen durchführen und dem Pastoralraum Strukturen geben musste. Markus habe wieder Ruhe eingebracht und vielen Mitarbeitern Sicherheit gegeben. Er dankte ihm für die riesige Arbeit und seine Menschlichkeit.

Für das gemeinsame freundschaftliche Wirken über die Sprachgrenzen hinweg dankte Abbé François-Xavier Gindrat. Als Beispiel nannte er unter anderem die Zusammenarbeit während der aktuellen Corona-Pandemie, um die kirchliche Gemeinschaft in Biel am Leben zu erhalten.

Markus Stalder wiederum erzählte von seinen neuen Erfahrungen: So freue er sich zwar auf die längere Fahrt mit seinem Harley nach Bern, vermisse aber dort jetzt schon das «Französisch». Die Tätigkeit in Bern gebe ihm die Möglichkeit in nächster Zeit wieder als Benevol in der Kirchgemeinde tätig sein. «Es war mir eine Ehre mit euch unterwegs zu sein. Bleiben wir miteinander auf dem Weg.»

1. September 2020
erstellt von angelus
  • Pfarrblatt / Angelus