Hannah Einhaus überreicht Fishel Rabinowicz den jährlichen Preis für ausserordentliche Leistungen im christlich-jüdischen Dialog. Foto: zVg

Fishel Rabinowicz mit seinem Werk «Der Überlebende» mit den 22 hebräischen Buchstaben. Oben links ist «Aleph» als einziger am Leben geblieben, er ragt über den Rand hinaus. Alle anderen 21 Buchstaben im unteren Teil des Bildes stellen die Ermordeten der Schoah dar. Foto: zVg

Neun Todeslager überlebt

Der «Überlebens-Künstler» Fishel Rabinowicz wird für sein künstlerisches Schaffen mit dem CJA-Preis 2019 für ausserordentliche Leistungen im christlich-jüdischen Dialog ausgezeichnet.

Am 3. September hat die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft Bern ihren jährlichen Preis für ausserordentliche Leistungen im christlich-jüdischen Dialog verliehen. Die 2000 Franken gingen diesmal an Fishel Rabinowicz.

Der in der Schweiz lebende 95-Jährige überlebte neun Todeslager der Nazis und verarbeitet seine traumatischen Erfahrungen seit Jahrzehnten in Bildern und Grafiken. Seine Kompositionen sind exakte, von Hand geschnittene Quadrate und Dreiecke. Die Ausstellung «Holocaust Artist» bildet selten Konkretes ab, sondern symbolisiert mit hebräischen Buchstaben sowie biblischen oder talmudischen Hinweisen Inhalte, die mit seiner Biografie verbunden sind.

Dies soll jüngeren Generationen Wissen um den Holocaust vermitteln und der Gleichgültigkeit vorbeugen. Der Preisträger Fishel Rabinowicz zeigte sich an der Ehrung «freudig überrascht». Für ihn sei immer im Zentrum gestanden, den Geist des Judentums hervorzubringen. Erinnerung sei Wissen und auch kulturelles Erbe.

 

Info:
Mehr zum «Überlebens-Künstler» Fishel Rabinowicz und seinen Bildern finden Sie HIER

 

 

 

4. September 2019
erstellt von «pfarrblatt» online
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