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Nichts zu verbergen

Wie weit darf im Privatleben
ermittelt werden bei Menschen,
die Sozialhilfe beziehen?
So wird diskutiert.
Kein Problem, sagen die einen:
Wer nichts zu verbergen hat,
hat auch nichts zu befürchten.

Wie weit dürfen Handys durchforscht
werden bei geflüchteten Menschen,
die einen Asylantrag
stellen?
So wird diskutiert.
Kein Problem, sagen die einen:
Wer nichts zu verbergen hat,
hat auch nichts zu befürchten.

Wie weit dürfen Bankdaten,
Arbeitsbedingungen und Umweltstandards
von Konzernen und
deren Tochterfirmen überprüft
werden?
So wird diskutiert.
Ein Riesenproblem, sagen
dieselben, die eben gerufen haben:
Wer nichts zu verbergen hat,
hat auch nichts zu befürchten.

Felix Klingenbeck

«Wortimpuls» im Überblick

5. Februar 2021
erstellt von «pfarrblatt»
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