Ostermarsch 2017 in Bern. Bild: ostermarschbern.ch

Ostermarsch wieder 2021

Die Organisatorinnen des traditionellen Ostermarsches schreiben, «der Ostermarsch wurde abgesagt, unser Bedürfnis nach Frieden bleibt unverändert».

Der Ostermarsch ist eine Initiative vielfältiger Basis- und Friedensgruppen, Hilfswerke sowie Glaubensgemeinschaften und Kirchen. Anstoss für den Ostermarsch gab im Jahr 2003 der Beginn des 2. Irak-Krieges.

Die friedensbewegte Demonstration hätte eigentlich am Ostermontag stattfinden sollen. Die Coronakrise lässt die Durchführung aber nicht zu. Auf der Facebookseite der Organisatorinnen heisst es, die aktuell Krise sei zweifellos «eine einzigartige Gelegenheit, um unsere Lebensweise und unsere Gesellschaft zu überdenken».

In der Folge werden diese Forderungen aufgestellt:

• «Wir wollen mehr Unterstützung in der Pflegearbeit dank des Zivildienstes: diese Krise zeigt uns, die echte Gefahr ist kein militärischer Angriff, sondern eine Gesundheitskrise.

• Wir wollen mehr Solidarität: diese Krise zeigt, wie wichtig Solidarität über alle Grenzen hinweg ist. Wir wollen in Solidarität bleiben mit unseren Nachbarn wie auch beispielsweise mit den Menschen in Syrien oder in Gaza.

• Wir wollen mehr Gleichheit zwischen Männern und Frauen und ein Ende der häuslichen Gewalt: Diese Krise gibt uns die Möglichkeit, die Augen zu öffnen und eine echte Verteilung der care-Arbeit sowie eine Gesellschaft ohne Gewalt zu fordern.

• Wir wollen mehr Rücksicht auf unsere Umwelt und die natürlichen Ressourcen nehmen: Diese Krise gibt uns die Möglichkeit, unseren konsumgeprägten Lebensstil zu überdenken und sich für einen fairen und nachhaltigen Zugang zu den Ressourcen für alle einzusetzen – eine Voraussetzung für echten Frieden.»

Zum Schluss heisst es, dass beim nächsten Marsch 2021 die Welt friedlicher sei. Die Veränderung liege in unseren Händen.

kr

 

 

31. März 2020
  • Pfarrblatt / Angelus