Perlen im Alltag

Liebe Frauen, liebe mitlesende Männer

Im Marienmonat Mai halte ich allein Zwiesprache mit der Gottesmutter Maria, statt wie vorgesehen, mit anderen Menschen gemeinsam Maiandacht zu feiern. Maria ist unsere Fürsprecherin, auch in der immer noch andauernden Zeit der Einschränkungen wegen Covid-19.

  • Maria, Mutter des Lebens,
    Sei allen nahe, die trauern und Angst haben,
    Sei allen nahe, die hoffnungslos
    und voller Sehnsucht nach dem Leben sind,
    Sei allen nahe, die sich überall auf der Welt
    für andere einsetzen.
    Sei allen nahe, die das Schöne in ihrem Leben
    als Perle sehen.
    Maria, Mutter des Lebens, bitt für uns,
    auch in dieser Corona-Zeit.


Maria, unsere Fürbitterin, steht uns bei und ist mit uns unterwegs. Wir sind nicht alleine, sondern gehalten in Gottes Hand, mit Maria an unserer Seite.

Viele von euch kennen den Rosenkranz noch und beten ihn regelmässig. Andere kennen ihn kaum noch. Die Perlen am Rosenkranz sind Zählhilfen, damit wir nicht aus dem Gebetstrott fallen. Solche Perlen erlebe ich im aktuellen Corona-Alltag auch. Die Agenda zählt im Moment kaum noch, und so brauche ich andere Zählhilfen oder eben Perlen, die mich daran erinnern, dass das Leben weitergeht.

Auf einem meiner vielen Spaziergänge habe ich einen ganz anderen Rosenkranz entdeckt. Nach dem Regen hat mir die Natur einen Zählhilfe in Form von Wassertropfen gezeigt. Diese Perlen stehen für so viel Schönes im Leben. Wichtig ist nur, dass ich das Schöne auch sehe.

Ich wünsche uns allen, viele Perlen im Alltag, die uns erinnern, dass das Schöne im Leben trotz allen Einschränkungen da ist und wert, entdeckt zu werden.

Beatrice Zimmermann-Suter
Co-Leiterin Katholische Frauen Bern Oberland

13. Mai 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 11
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Spirituelles