Stilllleben aus einer Nachtübung des diesjährigen Pfingstlagers. Foto: Pfadi St.Josef Köniz

Pfingstzeit ist Lagerzeit

Selbst bei widrigsten Wetterverhältnissen zieht es die Pfadis an Pfingsten jeweils ins Lager. Wieso eigentlich? Was ist der Reiz davon, und gibt es nicht auch Dinge, die nerven? Eine kurze Umfrage schafft Klärung.

In der Zeit vor und nach Pfingsten konnte man in diversen Medien über die Pfadi, beziehungsweise über ihre Pfingstlager, lesen. Unter anderem, dass es zu Niederschlägen kommen würde (die Prognose war zutreffend) und dass sich trotzdem unzählige Wölfli, Pfadis, Pios und ihre Leitenden der «Herausforderung» Pfingstlager stellen. Effektiv waren im Corps Windrösli 206 Pfadis über Pfingsten in Lagern unterwegs.

Wieso ins Pfingstlager?

Doch woher kommt diese Entscheidung, auch unter widrigen meteorologischen Bedingungen ein verlängertes Wochenende draussen in der Natur drei gemütlichen Tagen zuhause mit der Familie vorzuziehen? Der Klärung dieser Frage versuchte ich mich durch eine kurze Umfrage bei drei Mitgliedern (Baghira, 12, und Haiku, 10, beide Pfadistufe, sowie Sogno, 9, Wolfsstufe) des Corps Windrösli anzunähern.

Warum bist du in der Pfadi?
Hier stellte sich als wichtigster Punkt heraus, dass die Pfadi einfach Spass mache. Zudem lerne man verschiedene Kinder und Jugendliche kennen, und Freundschaften würden entstehen. Dass man aber überhaupt zur Pfadi gefunden hat, habe teilweise auch damit zu tun, dass der Vater bereits Mitglied des Vereins war.

Was macht denn besonders Spass?
Es herrscht Einigkeit, dass die Lager sowie die dabei stattfindenden Nachtübungen das Spassmaximum böten. Im Lager auf der Pfadistufe seien das Aufbauen der Zelte und Pionierbauten ein Pluspunkt, Geländespiele bereiteten ebenfalls Freude. Geschätzt wird ausserdem die Abwechslung der verschiedenen Aktivitäten.

Gibt es denn auch Dinge, die weniger Spass machen?
Auch in diesem Punkt spielt die Nachtübung eine Rolle, denn während die Nachtübungen an sich gelobt werden, sei es weniger lustig, mitten in der Nacht aufgeweckt zu werden. Ebenfalls sei das Buddeln der Latrine kein Genuss. Und manchmal brauche es etwas Überwindung, am Samstagmittag zu Hause aufzubrechen um an die Pfadiaktivität zu gehen, während man gemütlich zuhause bleiben könnte. Des weiteren sei es nervig, dass die Leitenden es verböten, hoch auf Bäume rauf zu klettern, und ausserdem seien vollgeregnete Wanderschuhe ganz und gar nicht witzig.

Spielt das Wetter denn abgesehen von nassen Schuhen eine Rolle für die Pfadi?
Nein, überhaupt nicht, sowohl Sonne und Regen seien schön.

Und warum habt ihr am Pfingstlager teilgenommen?
Weil es Spass macht und wegen der Anreise mit dem Velo. Weitere Gründe sind gute Freunde, und weil die grosse Schwester erzählt habe, dass es cool sei. Und das spannende Motto (Marsmission) habe auch seinen Beitrag geleistet.

Blick auf den Sommer

Was bleibt hier noch anzufügen, ausser, dass alle vier Abteilungen des Corps Windrösli tolle Pfingstlager durchgeführt haben, sich durch kleine Probleme wie eine überschwemmte Küche nicht aus dem Konzept bringen liessen und am Pfingstmontag zufriedene Teilnehmende und Leitende heimkehrten. Und dass voller Freude den nahenden Sommerlagern entgegengeschaut wird.

Fox / Luca Kessler, Sekretär Scout Windrösli

21. Juni 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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