Foto: Stefan Maurer

Podium: Der leere Raum


Die aktuelle Podienreihe im Haus der Religionen kreist um Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Jahresthema von «Religion + Raum» stellen. Je eine der acht Religionsgemeinschaften ist jeweils Gastgeber und setzt einen Fokus. Am Donnerstag, 10. Dezember um 19.00 lädt die Buddhistin Jeannine Brügger-Rösch zu einer Debatte ein mit dem Fokus «Der leere Raum».

«Leere» wird im Buddhismus als Einsicht in die vollkommene Weisheit bezeichnet und ist für Mahayana- und Vajrayana-Buddhist*innen im Herz-Sutra oder Sutra der höchsten Weisheit erläutert. Die Schlüsselaussage des Herz-Sutra ist in folgende Formel komprimiert: «Form ist Leerheit. Leerheit ist Form. Leerheit ist nichts anderes als Form. Form ist nichts anderes als Leerheit.»

Über die spirituelle Bedeutung von «Leere» im Buddhismus reflektieren YoEn Rosmarie Auriau-Moser (Zen-Priesterin in der Shunryu-Suzuki-Roshi-Linie) und Georg Streit (Tibetische Kagyü- und Nyingma-Schulen). Im Gespräch mit Angela Büchel Sladkovic (katholische Theologin) und Henri Mugier (Jüdische Gemeinde Bern) erkunden sie unter der Leitung von Jeannine H. Brügger-Rösch (Interkultureller buddhistischer Verein Bern) Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu christlichen und jüdischen «Gotteserfahrungen».

Natürlich würden wir das Podium am liebsten unter reger Beteiligung von zahlreichen Anwesenden führen. Doch die aktuelle Corona-Situation lässt dies nicht zu. Die Debatte findet daher vor Ort im Haus der Religionen statt, aber ohne Publikum. Dieses kann beim Livestream auf Facebook mit dabei sein und sich schriftlich mit Fragen im Chat einbringen.

Brigitta Rotach, Haus der Religionen

 

 

25. November 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 25
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