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Rollenbilder: Transgender

Rollenbilder von Frau und Mann stehen bei der diesjährigen Ringvorlesung in Kooperation mit der Uni Bern zur Debatte. Was im Haus der Religionen als Veranstaltung mit Live-Vorträgen und Diskussionen geplant war, musste aus Coronaschutz-Gründen allerdings bald revidiert werden.

Seit Mitte März experimentieren wir nun mit virtuellen Formaten. Ein positiver Nebeneffekt davon ist, dass die Veranstaltungen endlich auch als Audio- oder Videodokumente auf unserer Website nachgehört und angesehen werden können. Virtuell live sind dann jeweils die Diskussionen auf der Plattform Zoom (für einen Link bitte E-Mail an brigitta.rotach(at)haus-der-religionen.ch).

Nach Abenden zu den drei abrahamitischen Religionen, Hinduismus und Buddhismus sind wir nun gespannt auf die Veranstaltung zu Transgender am Dienstag, 5. Mai. Der Berner Theologe Prof. Mathias Wirth und die Religionswissenschaftlerin und Ethnologin Leyla Jagiella nähern sich dem Thema nicht nur aus der Theorie und Praxis, sondern zudem von verschiedenen Religionen her. Mathias Wirth ist evangelischer Christ und Leyla Jagiella Muslimin. Einmal mehr fragen wir, wie viel theologisch und wie viel kulturell bedingt Probleme und Fragestellungen sind.

«Die Härte theologischer Bandagen trifft besonders den Geschlechtskörper. Auch und gerade im Christentum», schreibt Mathias Wirth. Stellen doch Trans-Personen auf den ersten Blick das infrage, was als Schöpfungsordnung und als Manifestation des Willens Gottes gilt. «Doch», so Wirth, «es ist auch eine ganz andere, transpositive Sicht möglich.» Leyla Jagiella, die selber in Pakistan gelebt und geforscht hat, berichtet von ihren Erfahrungen mit dem sogenannten dritten Geschlecht und gibt Einblick in den Umgang mit Transgender-Menschen in muslimischen Gemeinschaften, die gerade bei dieser Thematik anderen Religionen zum Teil voraus sind.

29. April 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 10
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