Bildlegende Oscar Romero (15. August 1917 – 24. März 1980). Wandmalerei in San Salvador. Foto: Andreas Hugentobler

Romero presente!

Zum Todestag von Bischof Oscar Romero vor 40 Jahren erreicht uns ein Memento der Vorbereitungsgruppe RomeroTage Luzern 2020, die leider abgesagt werden musste:

Vor 40 Jahren, am 24. März 1980, wurde in San Salvador Bischof Oscar Romero von Todesschwadronen des Militärs während eines Gottesdienstes niedergeschossen. Romero sagte selbst von sich: Mich könnt ihr töten, nicht aber die Stimme der Gerechtigkeit. Er klagte immer wieder offen die soziale Ungerechtigkeit in seinem Lande an.

Einige Worte von ihm zur gefährlichen Erinnerung und zur Besinnung in schwierigen Zeiten:

«Was nicht vergeht, ist das Bemühen, das Geld, die Besitztümer und den eigenen Beruf zu einem Dienst an den anderen gemacht zu haben. Was nicht vergeht, ist das Glück, alle Menschen als Geschwister zu erfahren und mit ihnen zu teilen.»

«Es kann nicht Gottes Wille sein, dass einige sich alles leisten können und andere nichts haben.»

«Jeder Mensch, der sich für Gerechtigkeit einsetzt, jeder Mensch, der nach Gerechtigkeit in einer ungerechten Umgebung ruft, arbeitet zugunsten des Reiches Gottes, selbst wenn er kein Christ ist.»

«Wie viel ist nötig, damit die Menschen von heute, die ihr Kapital dem Menschen vorziehen, merken, dass der Mensch mehr wert ist, als alle Millionen der Erde?»

«Glaube heisst nicht, viel beten. Der Glaube bedeutet die Sicherheit, dass Gott mir nahe ist, wenn ich meinen Schwestern oder Brüdern Gutes tue. Die Sicherheit des Gebetes stellt sich nicht ein, wenn man viele Worte macht. Die Sicherheit des Gebetes kann man leicht erkennen: Wie verhalte ich mich gegenüber dem Armen? Denn da ist Gott.»

 

Romero-Feier live

Andreas Hugentobler, seit Jahren im Einsatz mit Fidei Donum in El Salvador, teilt in einer Email mit, dass aufgrund der Notmassnahmen in El Salvador im Zusammenhang mit der Coronakrise die Gedächtnisfeier für Oscar Romero zu dessen 40. Todestag virtuell begangen werde. Sie wird in der Nacht von Dienstag, 24. März, um 24 Uhr starten und auf http://www.facebook.com/generacionromero ausgestrahlt.

Es bestehe auch die Möglichkeit der weltweiten Solidarität. Die Aktion «Ein Licht für Romero» fordert dazu auf, am 24 März, um 18.15 Uhr (Zeitpunkt der Ermordung Romeros) zu Hause, auf der Strasse etc. ein Licht anzuzünden, ein Lied zu singen, und damit Romero zu gedenken.

 

Mehr zu Oscar Romero

Andreas Hugentobler: Romero, die gelebte Nähe zu den Menschen. Zur Heiligsprechung Oscar Romeros. «pfarrblatt» Mai 2018

Franz-Xaver Hiestand SJ, Monseñor Óscar Arnulfo Romero wird seliggesprochen, «pfarrblatt» Mai 2015

 

 

23. März 2020
erstellt von «pfarrblatt» online
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