Solidarität, Hilfe. Foto: ines89, photocase

Seelsorgehilfe in der Schweiz

Wie jedes Jahr, steht die sogenannte «Bettagskollekte» im Zeichen der Solidarität mit den Schwachen in der katholischen Kirche in der Schweiz. Traditionsgemäss wird an diesem Feiertag die Kollekte für die Inländische Mission (IM) aufgenommen.

Mit dem Ertrag der Bettagskollekte unterstützt die Inländische Mission Seelsorgeprojekte in finanziell schlecht gestellten Regionen, Pfarreien und Institutionen aller Landesteile der Schweiz. Ausserdem werden bis heute Seelsorgerinnen und Seelsorger unterstützt, die wegen ihres zu kleinen Gehalts oder aus Krankheitsgründen auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. Für beide Bereiche wendet die Inländische Mission pro Jahr eine Million Franken auf.
Wie diese Hilfe konkret aussehen kann, veranschaulichen drei sehr unterschiedliche Projekte aus dem vergangenen Jahr. Sie stehen stellvertretend für die gesamte Seelsorgehilfe, welche die IM jedes Jahr mit über 80 Projekten in der ganzen Schweiz leistet.

Die ausgewählten Projekte sind der «Hof der Hoffnung» in Wattwil (SG), ein Theologie-Atelier an der Universität Genf und das Projekt «Betreuung und Mediation» an Stadtbasler Schulen. Mit der landesweiten Spendenaktion am Bettag engagiert sich die Inländische Mission – «gerade im Gedenkjahr Niklaus von Flüe 1417–2017» – für die Solidarität unter den Schweizer Katholikinnen und Katholiken, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
In Wil unterstützt die Inländische Mission die «Fazenda da Esperanca» (Hof der Hoffnung), wo junge Menschen mit Suchtproblemen auf christlichem Hintergrund begleitet und betreut werden.
In Genf unterstützt sie Lehrveranstaltungen an der theologischen Fakultät der Universität, womit auch der katholische Glaube und die katholische Theologie in einem Kanton aufscheinen können, wo es eine strikte Trennung zwischen Kirche und Staat gibt.

In der Stadt Basel schliesslich, wo die Kirchensteuer freiwillig ist, unterstützt die Inländische Mission das Projekt «Betreuung und Mediation». Religionslehrerinnen und -lehrer bieten über die Unterrichtszeit hinaus Jugendlichen Hilfestellungen in seelisch belastenden Lebenssituationen an. Und die Inländische Mission hilft auch beim Aufbau von «Living stones» in der Schweiz mit: Junge Christen erklären Passanten und Interessierten gratis und niederschwellig Kirchen und eröffnen so vielen eine neue Welt.
«Living stones» wird bereits in vielen Städten Europas gelebt und fasst nun auch in der Schweiz Fuss.

Andreas Krummenacher/com

Spenden: Inländische Mission, Bettagskollekte, Schwertstrasse 26, 6301 Zug. PC 60-295-3 Infos: www.im-mi.ch, Telefon 041 710 15 01

13. September 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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