Foto: Therese Mikkelsen Skaar, unsplash.com

Sicherheit

Aus der Sicherheit der Vielen
ist unfassbar rasch die Unsicherheit
fast aller geworden.
Die Unsicherheit, ob man vom Virus
angesteckt wird.
Die Unsicherheit, wie es mit dem
Betrieb, der Arbeit weitergehen
wird.
Die Unsicherheit, wie lange dieses
Leben auf Distanz dauern wird.
Die Unsicherheit, was mit den
persönlichen Plänen geschehen wird.

Nicht nur politische Programme,
Versicherungen und Banken
sprechen das Bedürfnis
nach Sicherheit an.
Die Propheten des Ersten Testaments
sehen ein Leben in Sicherheit
als Ziel an – vermittelt durch ein
gerechtes Zusammenleben.
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis.

Klar ist: Gerechtigkeit, Chancengleichheit
und sozialer Ausgleich
schaffen Sicherheit.

Klar ist: Absolute Sicherheit gibt es
nicht.
Es gehört zum Leben,
mit Unsicherheit und Verunsicherung
umzugehen.

Klar ist: Die Sicherheit der Einen
darf nicht unverhältnismässig
zu Lasten der Sicherheit anderer
gehen.

Felix Klingenbeck

«Wortimpuls» im Überblick

 

 

15. April 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 9
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Spirituelles