Der SOFO hilft Müttern bei finanziellen Engpässen weiter. Bild: zVg

Solidarisch mit Mutter und Kind

Eine ungeplante Schwangerschaft oder ein notwendiger Wohnungswechsel können alleinerziehende Mütter, Familien oder junge Frauen in der Lehre in finanzielle Not bringen und ihre Kinder in Mitleidenschaft ziehen. In solchen Situationen kann eine Überbrückungshilfe des Solidaritätsfonds für Mutter und Kind sinnvoll sein.

von Rosmarie Itel, Kantonalvorstand, Katholischer Frauenbund Bern

2019 waren in der Schweiz über 100 000 Kinder von Armut betroffen. Analysen zeigen, dass sie später weniger gute Bildungs- und Berufschancen haben. Die Überbrückungshilfen des Solidaritätsfonds für Mutter und Kind (SOFO) schaffen Perspektiven. Beratungsstellen, Sozialämter und Sozialdienste und die Betroffenen können bei den SOFO-Anlaufstellen in Luzern, Neuchâtel oder Bellinzona ein entsprechendes Gesuch stellen.

Seriös und unkompliziert

Eine kompetente Expert*innenkommission prüft jedes Gesuch und entscheidet über die Höhe der bewilligten Beiträge. Die Beurteilung der Gesuche geschieht unabhängig von Konfession, Zivilstand oder Staatszugehörigkeit der betroffenen Frau. Der SOFO selbst leistet keine Beratungshilfe, sondern stellt auf Gesuche von öffentlichen Ämtern finanzielle Unterstützung bereit.

Finanzierung

Das Werk selbst wird über Spenden finanziert, vor allem über die jährliche Kirchenkollekte, Spenden, Legate und Zuwendungen von Gönner*innen, Frauenvereinen, Klöstern, Kirchgemeinden und anderen Gruppierungen. Der SOFO ist auf engagierte Pfarreien und Gönner*innen angewiesen, damit er auch dieses Jahr in ungefähr 600 Fällen tatkräftige Hilfe für Mutter und Kind ermöglichen kann. Allen, die mit Fantasie und Initiativen Geld für den SOFO sammeln, mit einem Legat oder mit Spenden den SOFO unterstützen, danken wir im Namen der Betroffenen ganz herzlich.

 

Was ist der SOFO?
1976 wurde der der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind (SOFO) gegründet. Dieses Sozialwerk des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) trägt das ZEWO-Gütesiegel und bietet gesamtschweizerisch Hilfe an. In der Regel werden einmalige Beiträge als Überbrückungshilfe geleistet. Meistens handelt es sich um Beiträge an Kosten rund um die Geburt, Säuglingsausstattungen, Kosten einer Familienhilfe oder für die Betreuung des Kindes während der Ausbildungszeit der Mutter, Erholungsaufenthalte oder Umzugskosten.


Katholischer Frauenbund Bern

 

 

8. Januar 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 2
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Soziales