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«Eine 100-jährige Geschichte weiterzuführen, ist manchmal etwas abenteuerlich, besonders wenn es gilt, Mitdenkerinnen zu finden.» Beatrice Zimmermann. Foto: zVg

Starke FrauenBande – 100 Jahre SKF

Am 21. Mai 1912 wurde der Schweizerische Katholische Frauenbund SKF gegründet, um «einen katholischen Einschlag in die Frauenbewegung zu bringen». Annähernd 7000 Frauen kamen zur ersten Versammlung in der Stiftskirche Einsiedeln.

«Es war phänomenal! Die Atmosphäre, die vielen Frauen aus der ganzen Schweiz, das ganze Programmwaren eindrücklich. Das Gefühl, ein Puzzleteil einer 100-jährigen Geschichte zu sein, ist heute noch motivierend.» Mit diesen Worten beschreibt Beatrice Zimmermann- Suter, Kantonalpräsidentin, rückblickend die 100-Jahr-Feier 2012 im KKL Luzern mit 1300 Gästen. Am Festakt hatte auch Frau Weisheit einen Auftritt: Sie spann ein Lebensband, ein Frauenband, gottgewirkt, zerfetzt und zerfranst. Sie erinnerte an Rut und Noemi, die Apostelin Junia, Elisabeth von Thüringen, an Mystikerinnen, Hebammen und Arbeiterinnen, die das Band stopften und flickten über die Jahrhunderte hinweg, sodass es trug und auffing.

Der SKF machte deutlich, in welche befreiende Tradition er sich stellte und stellen will: mit der ehemaligen Schule für soziale Arbeit in Luzern (1917), dem Elisabethenwerk (1958), dem Solidaritätsfonds für Mutter und Kind (1976) und dem Verband als kritische Stimme in der Kirche. «Eine 100-jährige Geschichte weiterzuführen, ist manchmal etwas abenteuerlich, besonders wenn es gilt, Mitdenkerinnen zu finden, die bereit sind, die Geschichte in die Zukunft zu lenken. Geschichte ist das eine, Gegenwart das andere», so Beatrice Zimmermann. Es gilt immer wieder, sich auf Neues einzulassen. Frauen für Frauen berge ganz viel Solidarität. «Ob alleinstehend, integriert, verwitwet, mit ausländischen Wurzeln, verheiratet, mit kleinen oder grossen Kindern, geschieden, überarbeitet, feministisch oder traditionell, glücklich und zufrieden mit dem Leben – jede Frau findet ihren Platz im Frauenbund.» Die SKF-FrauenBande ist eindeutig vielfältiger geworden. Doch auch kleiner. Im Oberland haben die Ortsvereine Oberhasli-Brienz und Thun fusioniert. Beatrice Zimmermann-Suter sieht dieses Zusammengehen als einen wegweisenden Schritt in die Zukunft. Strukturen und Jahresprogramm werden nach den Kräften ausgerichtet.

So geht es frisch ins neue Jahr gemäss dem SKFImpulsthema: Make up – Mach ändlich – lustvoll und schön. Und es gibt 2017 wieder was zu feiern: 75 Jahre katholischer Frauenbund Bern.

Angela Büchel Sladkovic

30. November 2016
erstellt von «pfarrblatt»
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