Die Theologin Carmen Cattarina Baumli geht in Pension. Foto: zVg

Der Priester Leo Rüedi setzt sich ebenfalls zur Ruhe, wird aber weiterhin Aushilfe leisten. Foto: zVg

Vier Verabschiedungen ...

Der Gärtner, Seelsorgende und eine Organistin wurden an der Kirchgemeindeversammlung vom 16. November im Pfarrsaal der Thuner Pfarrei St. Marien verabschiedet. Neben den ordentlichen Traktanden Budget und Finanzplan gab vor allem Corona zu reden.

Seit August erweitern die Pfarreiseelsorgenden Eveline Gutzwiller und Michal Wawrzynkiewicz das Team um Pfarrer Kurt Schweiss. An der Kirchgemeindeversammlung vom 16. November galt es nun, Verabschiedungen bekannt zu geben: Nach sieben Jahren verlässt Priester Leo Rüedi die Thuner Pfarreien. Er wird aber weiterhin als Aushilfspriester vereinzelte Gottesdienste in Thun feiern. «Er hat das Pfarreileben, hauptsächlich von St. Marien, stark mitgestaltet und mitgeprägt. Gerne erinnern wir uns auch an seine fröhliche Seite, mit welcher er an Pfarreianlässen mit Gitarre und Gesang zur guten Stimmung beigetragen hat», würdigte ihn Remo Berlinger als Kirchgemeinderatspräsident.

Die Theologin Carmen Cattarina Baumli geht nach sechs Jahren als Seelsorgerin in der Thuner Pfarrei St. Martin in Pension. «Mit grosser Engagiertheit hat sie sich für ihre Anliegen eingesetzt und damit ihren Beitrag zur Lebendigkeit von Pfarrei und Kirchgemeinde geleistet», stellte Berlinger fest.

Ganze 27 Jahre hat Ursula Berger als Organistin unzählige Gottesdienste und Feiern musikalisch umrahmt, «gerne hätten wir sie anlässlich ihres letzten Einsatzes in einem Sonntagsgottesdienst verabschiedet. Wir geben die Hoffnung noch nicht auf, dass dies im Dezember während der Weihnachtszeit doch wieder möglich sein kann», sagte der Kirchgemeinderatspräsident.

Zwei Jahrzehnte lang hat Franz Jud in St. Martin Thun als Gärtner gewirkt und «uns mit einer schönen Umgebung auf das vorbereitet, was uns drinnen erwartet hat», wie Berlinger festhielt. Alle vier Mitarbeiter*innen werden nun individuell, gemäss den Schutzmassnahmen der beiden Pfarreien St. Martin und St. Marien, verabschiedet werden.

Neue Ideen sind gefragt

Aus der Kirchgemeindeversammlung wurden einige Fragen rund um die abgesagten Gottesdienste an den Wochenenden gestellt. «Wir befinden uns quasi in einem kirchlichen Lockdown», stellte Pfarrer Kurt Schweiss fest und verwies auf die Möglichkeit der Gottesdienste unter der Woche, an der nicht mehr als 15 Personen versammelt sein dürfen.

Gerade auf Weihnachten hin sind neue Ideen gefragt – nicht zuletzt mit diversen Veranstaltungen, die geplant waren. So wird das traditionelle Krippenspiel der Kinder und Jugendlichen per Video am 24. Dezember übertragen werden, und am 7. Dezember findet ein «gemeinsames Nachtessen» aller Interessierten statt, die dasselbe Menü in einer Box nach Hause geliefert bekommen und so zumindest gedanklich verbunden sind.

So oder so wird jede Veranstaltung unter www.kath-thun.ch aufgeschaltet und jeweils auch mit dem Hinweis versehen, ob sie durchgeführt werden kann oder abgesagt werden muss.

Quelle: Medienmitteilung, Heinerika Eggermann Dummermuth. Bearbeitung: Andreas Krummenacher 

19. November 2020
erstellt von «pfarrblatt» online
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