Bilderwand im Museum Bruder Klaus in Sachseln. Foto: zVg

Virtuelle Entdeckungstour

Selbst für jüngere Schweizer*innen ist sein Name ein Begriff. Beispielsweise gehört das Bruder-Klaus-Gebet «Mein Herr und mein Gott» hierzulande zu den populärsten und meist gesungenen Kirchenliedern. Das Museum Bruder Klaus in Sachseln seinerseits hebt den Schweizer Nationalheiligen im Kontext des Zeitgeschehens als Friedensstifter hervor und setzt in seiner Dauerausstellung den Fokus auf «Niklaus von Flüe – Vermittler zwischen Welten».

Während der Covid-19-bedingten Schliessung erlaubt nun ein virtueller Rundgang Einblick in diese Ausstellung.

Es ist kein Dokumentarfilm im engeren Sinn – die Besucher*innen bestimmen selbst, an welchen Infopunkten sie weiter in die Tiefe gehen möchten. Filme und Texte charakterisieren die unruhigen Zeiten des 15. Jahrhunderts, in die Niklaus von Flüe hineingeboren wurde, zeigen, wie er trotz seiner Stellung als Ratsherr und Familienvater in eine persönliche Krise geriet und sich letztlich zurückzog, um in abgeschiedener Meditation nur noch Gott nahe zu sein. Beweisen, dass er dennoch zum Berater für führende Persönlichkeiten aus weiten Teilen Europas wurde. Exponate wie beispielsweise der angebliche Bussgürtel von Bruder Klaus, sein bekanntes Meditationsbild oder unzählige Votivgaben sprechen ergänzend besonders auch Gefühle an.

Die Kombination von individueller Information und Präsentation einzelner Ausstellungsstücke im Raumerlebnis von 360 Grad macht diesen musikalisch untermalten Rundgang zu einer wirklichen Entdeckungstour.

com/ahu


Der von Margrit Stadler Gut an der Berner webedu geschaffene virtuelle Rundgang ist auf der Website des Museums Bruder Klaus zu beschreiten: www.museumbruderklaus.ch

 

 

29. April 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 10
  • Pfarrblatt / Angelus
  • Bildung