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Virtuelles Haus der Religionen

Der Coronabedingte Lockdown betrifft das gesamte öffentliche Leben. Auch im Haus der Religionen ist das beliebte, viel besuchte Restaurant verwaist, das Kulturprogramm auf einen Schlag gestrichen, aus den Räumen der Religionsgemeinschaften sind keine Gesänge, Musikinstrumente oder Stimmen zu hören. Und es lärmen keine Schulklassen während einer Einführung begeistert durch die Gänge. Doch das heisst nicht, dass nichts mehr geschieht. Gerade jetzt bietet sich die Gelegenheit, neue Ideen zu kreieren und andere virtuelle Formen von Treffen und Formaten zu erproben.

So stehen neu Audiodokumente der Ringvorlesung «Rollenbilder: Frau & Mann in den Religionen» auf unserer Website unter www.haus-der-religionen.ch zum Genuss in den eigenen vier Wänden bereit. Während die ersten beiden Abende noch live aufgezeichnet werden konnten, haben die Referieren- den Prof. Fahimah Ulfat aus Tübingen zu Islam sowie Dr. Valérie Rhein aus Basel und Rabbiner Michael Kohn aus Bern ihre Vorträge zum Judentum daheim aufgezeichnet und uns zugesandt. Auch die Religionsgemeinschaften bleiben mit innovativen Mitteln mit ihren Mitgliedern in Kontakt.

Imam Mustafa Memeti etwa hält jeden Tag um 17.00 einen Vortrag (auf Albanisch), den er auf Facebook postet, und bietet persönliche Seelsorgegespräche an, getrennt durch eine Glasscheibe, auch im Gefängnis.

Ebenfalls viele seelsorgerliche Anrufe erhält der Hindupriester Sasikumar Tharmalingam. Und jeden Freitag, um 19.15, übertragen die Hindus neu eine Puja live (und zum Nachhören) auf Facebook.

Auch die Kirche im Haus der Religionen hat schnell reagiert und verlegt die «Teezeitlektüre» mit Überraschungsgast vom Sonntag, 5. April, um 16.00, kurzerhand auf die Plattform Zoom. Zudem wurde als neues Format das «Corona Café» erfunden, welches jeden Freitag, um 17.00, sei- ne virtuellen Türen auf Zoom öffnet. Interessierte für eines der virtuellen kirchlichen Angebote melden sich bei Pfarrer Christian Walti (christian.walti(at)refbern.ch), um auf die Plattform eingeladen zu werden.

1. April 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 8
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