Kirchturm gegen Kraftwerk, Berlin. Foto: RAY_Fallbacher /photocase.de

Vom respektvollen Umgang mit der Natur

Ein starkes Zeichen: Mehr als 40 katholische Institutionen beschlossen gemeinsam die Veräusserung von Beteiligungen an fossilen Brennstoffen.

Anlass der Aktion, so die britische Tageszeitung «The Guardian», ist das Jubiläum des Todestags von Franz von Assisi. Eines der Hauptanliegen des italienischen Heiligen war der respekt- und verantwortungsvolle Umgang mit der Natur.
Ausschlaggebend für den Beschluss der Organisationen sei aber sicher auch die Umweltenzyklika von Papst Franziskus gewesen.

Christiana Figueres, frühere UN-Klimabeauftragte, nannte die Aktion ein wichtiges Zeichen, dass man daran sei, das kollektive Ziel zu erreichen. Sie hoffe darauf, dass sich weitere führende Institutionen anschlössen. Nicht nur sei der Entscheid finanziell weitsichtig, sondern auch moralisch richtig und, da er finanzieller Natur sei, spürbar wirkungsvoll. Die Kirche nimmt heute, neben all ihren anderen Funktionen, eine nicht unbedeutende Rolle als wirtschaftliche Akteurin ein.

Wenngleich sich die Kirche nicht direkt als politische Akteurin begreifen sollte, muss dieser Einfluss doch verantwortungsvoll eingesetzt werden. Der Bürgermeister von Assisi, ein ehemaliger Professor für Klimaschutz, sagte gegenüber dem «Guardian»: «Wenn wir Sorge zum Klima tragen, tragen wir Sorge für die Armen, denn sie sind die ersten schOpfer des Klimawandels».

Oder, mit den Worten von Papst Franziskus: «In Bezug auf den Klimawandel gibt es einen klaren, endgültigen und unaufschiebbaren ethischen Imperativ zu handeln.»

Sebastian Schafer

18. Oktober 2017
erstellt von «pfarrblatt»
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