Bischof Felix Gmür. Foto: Hanspeter Bärtschi, Bistum Basel.

Vom Suchen und Finden

Einiges lasse sich mit Geschick und ein bisschen Glück finden. «Und doch – wir bleiben Suchende». Zum 10. Jubiläum als Bischof von Basel setzt sich Felix Gmür in seinem diesjährigen Hirtenwort mit dem Suchen und Finden und dem Spannungsfeld zwischen Bewahren und Entwicklung auseinander.

von Anouk Hiedl

Viele von uns seien «richtige Such- und Findeprofis», gerade auch online, schreibt Bischof Felix im Hirtenwort 2021. Wer finde, suche weiter – aus einer Unruhe heraus, die der Sehnsucht nach Glück und Lebenssinn entspringe. Letzterer könne sich für Christ*innen in der Begegnung mit Gott erfüllen.

Bischof Felix hält fest, dass das Johannesevangelium nicht mit einer Unterweisung, Aufforderung oder einem Gebet, sondern mit einer Frage beginne: «Was sucht ihr?» Diese Suche der Jünger offenbare eine Spannung zwischen ihrem Aufbruch in Neues und ihrer Sehnsucht nach tragender Sicherheit und Sinn.

Jesus lädt sie daraufhin mit «Kommt und seht!» ein und zeigt sich damit als offener und erreichbarer Mensch. Bischof Felix plädiert dafür, dass auch die Kirche, ja wir alle, unsere Türen und Herzen nach dem Vorbild Jesu öffnen und in gutem Mass zugänglich werden für Begegnung, Austausch und Versöhnung. Und dabei mitunter auch für einen vertieften Glauben und für Gott.

Hirtenwort 2021 von Bischof Felix Gmür

15. Januar 2021
erstellt von «pfarrblatt» online
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