Geöffnetes Fitnesscenter mit Schutzkonzept. Foto: Andreas Krummenacher

Von Fitness und Beten

Bei all den Massnahmen, was in der Krise geht und was nicht, und wer ab wann wieder was darf – da waren die Religionsgemeinschaften nie ein Thema, weder beim Bundesrat noch in den Medien, jedenfalls soweit ich es mitbekommen habe. Einmal mehr ein Zeichen, wie die Kirchen und Glaubensgemeinschaften für die Öffentlichkeit eine relevante Bedeutung verloren haben.

Wann zum Beispiel Fitnessstudios öffnen, war bedeutsamer, als wann wieder Feiern in Kirchen, Synagogen und Moscheen möglich sind (für Islam, Juden- und Christentum waren und sind es Wochen reich an Festtagen). Religion und Glaube als privater, beliebiger Zeitvertreib – das ist die Botschaft des öffentlichen Verschweigens, und wir nehmen es zur Kenntnis.

Wie halten wir in unserem Alltag Zeit frei für Gott und Glaubensfragen? Wollen wir dafür Zeit verwenden?

Stefan Signer

13. Mai 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 11
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