Warum die Aufregung vor Weihnachten?

Wie oft liegen im Advent die Nerven blank! Die kleine Hanna versteht die Aufregung nicht, und was haben Lebkuchen, Lametta und Budenzauber mit dem Fest zu tun? Sie sucht nach Antworten auf Fragen, die heutzutage nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene bewegen, sobald sie einmal im Trubel innehalten. Ein neues Bilderbuch für Vier- bis Achtjährige findet einen verblüffend einfachen Grund (er sei hier nicht verraten), so dass es die Antwort sogar einer Maus überlassen kann.

Die Autorin Manuela Höfler, Historikerin und Mutter zweier Knaben, hat aus eigener Erfahrung festgestellt, dass viele Weihnachtsbücher für Kinder die festlichen Bräuche als gegeben hinnehmen, ohne sie zu hinterfragen. Dies aber wäre wichtig in einer kulturell vielfältigen Gesellschaft. «Das Schöne an Weihnachten» - so der Titel des Buches – liegt jenseits der Hektik und begnügt sich mit wenigen Mitteln. Hanna nimmt mit ihrer Freundin Saida und der Maus alles selbst in die Hand und überrascht die beiden Familien mit ihrer Weihnachtsfeier.

Der ansprechende und zeitgemässe Text, der auch die Geschlechterrollen durchbricht, wird von den pfiffigen Bildern der Illustratorin Anna Luchs begleitet. Dabei deutet diese mit zeichnerischen Mitteln die Herkunft Saidas und ihre Familie aus einem aussereuropäischen Kulturkreis an, so dass der Text ohne explizite Hinweise auskommt.

Beatrice Eichmann-Leutenegger


Manuela Höfler/Anna Luchs: Das Schöne an Weihnachten. Lehrmittel-Verlag Zürich, 2019

11. Dezember 2019
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 26
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