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Wie wird die Kirche von morgen aussehen? Foto: iStock/Leontura

Was mich bewegt

Ich werde Ende Juli in Pension gehen. Nach 39 Jahren als Seelsorgerin und Theologin unterwegs in Pfarreien, Seelsorgeverband und Region, davon 30 Jahre im Bistum Basel, gehen meine Gedanken und Gefühle spazieren. Sie gehen auch zurück zur gesellschaftlichen Situation zu Beginn meines Theologiestudiums.

Das war eine Aufbruchsstimmung, damals, 1975: internationales Jahr der Frau, Ende des Vietnamkriegs, in Deutschland die Würzburger Synode als nationale Umsetzung des Vaticanums II. Diesem ist auch meine damals neue pastorale Berufsgruppe zu verdanken. Hunderte Theologiestudierende waren unterwegs. In einer Koblenzer Pfarrei fragte mich die Präsidentin vom Altersnachmittag während meines Pastoralkurses: «Wie sollen wir Sie denn dann nennen? Frau Kaplanin?» War diese Frau ihrer Zeit voraus? Leider nein!

Viele Themen mahnen an die Dringlichkeit von Veränderung – Verteilung von Entscheidungskompetenzen, Weihevoraussetzungen, sorgfältig gestaltete Abschiede und Mut zu neuen Gefässen für die Verkündigung. Wie wird unsere Kirche von morgen aussehen? Auch wenn ich pensioniert bin, will ich in unserer Kirche engagiert bleiben.

Gabriele Tietze Roos, Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Urs (Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt)

«Was mich bewegt» im Überblick

30. April 2019
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 10
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