Weihbischof Denis Theurillat. Foto: Hanspeter Bärtschi, Bistum Basel.

Weihbischof Denis Theurillat. Foto: Hanspeter Bärtschi, Bistum Basel.

Weihbischof Denis Theurillat. Foto: Hanspeter Bärtschi, Bistum Basel.

Weihbischof Denis Theurillat: auch nach seinem Rücktritt ein «Happy Bischof»

Nach über 20 Jahren als Weihbischof des Bistums Basel hat sich Denis Theurillat (70) entschieden, in den Ruhestand zu treten. Papst Franziskus hat seine Demission angenommen, somit ist der Weihbischof ab heute nicht mehr im Amt. Bischof Felix Gmür bedauert den Rücktritt von Weihbischof Denis und würdigt ihn als Sympathieträger des Bistums. Ein Nachfolger ist noch nicht ernannt.

Weihbischof Denis Theurillat schaut auf eine lange und vielseitige Tätigkeit für das Bistum Basel und die römisch-katholische Kirche in der Schweiz zurück. Sein erstes Jahrzehnt als Weihbischof erfolgte in Zusammenarbeit mit dem damaligen Bischof Kurt Koch, das zweite Jahrzehnt mit Bischof Felix Gmür (2000 bis 2020). Sein bischöflicher Wahlspruch «Evangelium audere (Das Evangelium wagen)» ist von der Spiritualität des Charles de Foucauld inspiriert.

Als residierender Domherr des Standes Bern verband Weihbischof Denis die Interessen des Bischofs und der Berner Kantonsregierung. Von 2011 bis 2017 leitete er das Pastoralamt des Bistums. Seit 2015 war er für die Orden und religiösen Gemeinschaften im Bistum Basel zuständig, ab 2017 tat er dies als Bischofsvikar.

Im Rahmen der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zeichnete Denis Theurillat von 2000 bis 2012 u. a. als Jugendbischof für die ganze Schweiz verantwortlich. Im den Pfarreien des Kantons Bern war er unter anderem auch als Firmspender weitherum bekannt. Bis zu seinem Rücktritt engagierte er sich für die Ökumene und vertrat die SBK in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (AGCK). Zudem war er als Präsident des Frauenrates tätig. Im Oktober 2020 appellierte Weihbischof Denis für eine Synode oder ein päpstliches Konzil zur Rolle der Frauen in der Kirche.

Zu seinem Rücktritt sagt Weibischof Denis: «Das anspruchsvolle Bistum Basel mit den vielen Spannungsfeldern rund um die Kirchenentwicklung verlangt viel Kraft. Ein Unfall im letzten Herbst war für mich ein Zeichen, leiser zu treten. Aber auch als Emeritus werde ich ein „Happy Bischof“ bleiben!» Bischof Felix Gmür und die Diözesankurie würdigen Weihbischof Denis Theurillat als feinfühligen Diplomaten und Sympathieträger des Bistums und bedauern seinen Rücktritt sehr. Das «pfarrblatt» Bern wünscht Weihbischof Denis fürs nächste Lebenskapitel alles nur erdenklich Gute.

com/ah

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Eckdaten

1976: Priesterweihe in Saignelégier
1976-1980: Vikar in Bassecourt
1980-1985: Vikar in St.-Imier 
1985-1997: Pfarrer im Pastoralraum Tramata (Tramelan-Malleray-Tavannes)
1986-1997: Dekan im Dekanat Moutier-St-Imier-Biel
1997-2000: Bischofsvikar für den französischsprachigen Teil des Bistums Basel (Jura Pastoral)
22.6.2000: Bischofsweihe durch Bischof Kurt Koch in der Solothurner Kathedrale

8. Februar 2021
erstellt von «pfarrblatt» online
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