Karin und Serge Agbodjan-Prince sind sich vor 20 Jahren in Wien begegnet. Foto: Pia Neuenschwander

Welten begegnen sich

Im Luzerner Hinterland wurden noch in den 1960er Jahren gemischt-konfessionelle Paare gesellschaftlich geächtet. Sowas durfte nicht sein. Da gab es nichts, vor allem kein Pardon.

Ob reformiert oder katholisch, spielt heute, Gott sei Dank, keine Rolle mehr. Die neuen Herausforderungen sind binationale oder bireligiöse Paare. Paare aus unterschiedlichen Ländern, vielleicht auch mit verschiedenen Religionen.

Eveline Sagna-Dürr, Angela Büchel- Sladkovic und Hannah Einhaus haben Texte zu dieser «pfarrblatt»-Ausgabe beigetragen.

Ein grosser Dank gilt Karin und Serge Agbodjan-Prince sowie Othmar und Lyn Rutz-Avelino. Sie haben uns ihre Türen geöffnet, ganz persönlich aus ihrem Leben erzählt.

Journalistisch war die Arbeit kompliziert. Es gab viele Absagen. Man wolle sich nicht exponieren, die Verwandten wären nicht sehr begeistert. Texte wurden sogar zurückgezogen. Das erinnerte mich bisweilen an Geschichten aus der Vergangenheit im Luzerner Hinterland.
Diese Paare jedoch, das zeigen die Gespräche, haben für sich und ihre Kinder einen grossen Gewinn und sie sind ein Zeichen für eine friedvolle, multireligiöse Gesellschaft.

Andreas Krummenacher

 

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18. September 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 39-40
  • Pfarrblatt / Angelus