Gastkirche ist in diesem Jahr ist das afrikanische Land Guinea. Die junge Kirche in Guinea ist lebendig und historisch mit der Schweiz verbunden: Beispielsweise war Eugène Maillat, eine «Weisser Vater» aus dem Jura, der erste Bischof der neugegründeten Diözese N’Zérékoré. Foto: Missio, Martin Brunner-Artho

Zum Weltmissionssonntag

Zeiten, in denen das Umarmen und Küssen, ja sogar das Händereichen zur potenziellen Gefahr für die Menschen werden kann, gestalten das «Menschsein» und das Zusammenleben schwierig. Die Corona-(Spät-)Folgen sind noch nicht abzuschätzen.

Von Gabriella Aebersold-Joss

Wenn wir unseren Blick weiten in Länder, in welchen Dürren, Hunger, Naturkatastrophen, Machtregimes und Krieg den Lebensalltag schier verunmöglichen und oft zum frühen Tod führen und sauberes Wasser eine rare Kostbarkeit ist, stellt sich die Frage: Was sollen diese Menschen der Wucht einer Corona-Pandemie entgegnen?
Wir können die Welt wohl kaum verändern, doch können wir mit unserer Solidarität sehr wohl ein Zeichen setzen. Das Motto des diesjährigen Weltmissionssonntag, welcher am 18. Oktober gefeiert wird, lautet: Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt stehen.

Das Gebot der Nächstenliebe zeichnet unser Christsein aus und lässt uns die Nachfolge Jesu ernst nehmen. Das folgende Gebet aus dem 14. Jahrhundert zeigt auf, dass wir Menschen zum konkreten Handeln aufgefordert sind, denn:

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun.
Er hat keine Füsse, nur unsere Füsse, um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen.

Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen.

Unser Gebet vermag den Menschen in Not Kraft und Mut verleihen, und unsere Kollekte zum Weltmissionssonntag kann durch die vielfältigen Projekte ganz konkret Menschenleben retten.

 

Mehr zum Thema:

Webseite Weltmissionssonntag und zum Monat der Weltmission des katholischen Missionswerks «missio»
Kolumne zum Thema «Mission» von Sebastian Schafer

13. Oktober 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 22
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