Drei Fragen zum katechetischen Beruf

Redaktion: Patrik Böhler

Sandra Lobsiger

1. Welche Arbeit als Katechetin ForModula erfüllt Dich?

Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ganz allgemein interessiert mich. Mit Ihnen zusammen auf den Glaubensweg zu gehen ist eine schöne Sache. Sie dabei zu begleiten, wie sie nach dem persönlichen Weg suchen ist spannend und herausfordernd zugleich.
Die Jugendlichen finden mit der Zeit für sich die richtigen Antworten und ich kann sie beim Glauben und den damit verbundenen Wertvorstellungen begleiten. Doch auch uns Erwachsenen eröffnen sich in der Arbeit mit Ihnen neue Perspektiven, Fragen und Antworten. Dieses Begleiten finde ich sehr erfüllend. Es ist wie ein Samenkorn des Glaubens und der Gemeinschaft zu säen und mit der Zeit zu sehen, was für wundervolle Pflanzen daraus wachsen.
Auch in der heutigen Zeit finde ich es wichtig, Werte zu vermitteln und den Glauben zu festigen. Das ist eine Aufgabe mit Verantwortung welche ich als ein Privileg verstehe.

2. Was ist wichtig im Berufsalltag einer Katechetin?

Für mich persönlich ist dies, die Fähigkeit in die Welt der Jugendlichen einzutauchen und mich auf ihre Wünsche, Probleme und Zukunftsvisionen einzulassen. Die Welt mit ihren Augen zu betrachten und die Lektionen entsprechend ihren Bedürfnissen zu gestalten ist meiner Meinung nach wichtig. Das heisst, auf das einzugehen was sie beschäftigt, zuhören und ihre Probleme, Sorgen und Ängste ernst nehmen. Belohnt wird man mit viel Neugierde, Dankbarkeit und spannenden Diskussionen.

3. Wie hat Dich die Ausbildung ForModula geprägt? Was hast Du gelernt während der Ausbildungszeit?

Die Ausbildung ForModula hat mir neue Perspektiven im Glauben sowie im Leben eröffnet. Fragen über das Leben und den Glauben zu stellen und in Gemeinschaft Antworten zu suchen und zu finden ist bereichernd. Durch die Ausbildung habe auch ich mich selber besser kennengelernt. ForModula hat mir Bereiche des Glaubensweges eröffnet, für welche ich dankbar bin.
Etwa täglich neue Erfahrungen in unserem Glauben zu machen und die Fragen welche sich daraus ergeben nicht einfach dastehen zu lassen, sondern mit diesen zu Arbeiten ist sehr motivierend. Für meinen beruflichen Werdegang als Katechetin, werde ich bei der Ausbildung ForModula bestens ausgestattet, unterstützt und begleitet. Dafür bin ich sehr dankbar!

Marianne Maier

1. Welche Arbeit als Katechetin ForModula erfüllt Dich?

Es fasziniert mich, den eigenen Glauben weiter zu entwickeln, zu vertiefen und weiter zu geben. Mich erfüllt das Zusammenarbeiten mit Kindern und deren Angehörigen von unterschiedlicher Herkunft und mit den verschiedensten Hintergründen. Zudem bereichert mich die Arbeit in der Ökumene von den Kleinsten bis zu den Senioren.

2. Was ist wichtig im Berufsalltag einer Katechetin?

- die Kinder, überhaupt Menschen zu lieben
- authentisch sein - eigene Lebensgeschichte mit dem Glauben verknüpfen können
- teamfähig sein
- selbstständig arbeiten können

3. Wie hat Dich die Ausbildung ForModula geprägt? Was hast Du gelernt während der Ausbildungszeit?

Ich konnte ganz klar meinen eigenen Glauben weiterentwickeln und vertiefen. Die Ausbildung empfand ich als ganzheitlich. Nebst dem Fachlichen lernte ich auch sehr viel über mich selber, die eigenen Grenzen, Neues über den Umgang miteinander und neue Zugänge zur Spiritualität… Zudem habe ich viele tolle neue Bekanntschaften gemacht.

Astrid Mühlemann

1. Welche Arbeit als Katechetin ForModula erfüllt Dich?

Mich erfüllt die Vielfalt an Tätigkeiten, die ich ausführen darf. Als Katechetin gibt man nicht „nur“ Religionsunterricht. Man leistet Beziehungsarbeit, gibt Raum für Projekte – man arbeitet mit seiner ganzen Person. Die Arbeit als Katechetin gibt mir Raum, Neues auszuprobieren und nahe am Leben zu arbeiten. Dass man dabei nie ausgelernt hat, finde ich grossartig.

2. Was ist wichtig im Berufsalltag einer Katechetin?

Nebst den fachlichen und organisatorischen Fähigkeiten gehört für mich auch eine gehörige Portion Mut zu den Grundhaltungen und –fähigkeit, die eine Katechetin/ein Katechet mitbringen sollte. Mut, Dinge auf eine eigene Art zu machen. Mut, sich auf die Kinder und Jugendlichen einzulassen. Mut, auch mal über sich selber lachen zu können.
Nebst dem Mut zur Eigenständigkeit gehört jedoch auch eine gewisse Anspassungsfähigkeit zu den Grundfähigkeiten, die für die Arbeit als Katechetin/als Katechet unabdingbar sind. Damit meine ich die Anpassungsfähigkeit an die gegebenen Rahmenbedingen und die Bedürfnissse des Zielpublikums. Es ist wichtig, an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen anknüpfen zu können.

3. Wie hat Dich die Ausbildung ForModula geprägt? Was hast Du gelernt während der Ausbildungszeit?

Die modulare Form der Ausbildung hat mir ermöglicht, diese parallel zu meinem Studium zu absolvieren. Die Ausbildung führte mich zum einen an die wichtigsten theologischen und pädagogischen Inhalte heran. Zum anderen erlernte ich auch deren Relevanz und Anwendung in der Praxis. Der Austausch mit unterschiedlich, angehenden und bereits praktizierenden Katechetinnen und Katecheten habe ich als grosse Bereicherung empfunden.

Carla Pimenta

1. Welche Arbeit als Katechetin ForModula erfüllt Dich?

Die Begegnung immer wieder mit so verschiedenen „kleinen“ Persönlichkeiten, die in seiner Einzigartigkeit es immer wieder schaffen mich zum Staunen und Lachen zu bringen. Das Erfahren von der Existenz von so unterschiedlichen Lebensgeschichten (mal Gute, mal nicht so Gute) führen dazu, dass ich meine Sichtweise des Lebens mühelos erweitern kann und nicht in meiner Wahrheit stecken bleibe.
Die Botschaft Jesu in die Lebensrealität der Kinder einzubringen und sehr oft bei ihnen ein Gesicht des Erstaunens zu entdecken, lässt mich mit einer grossen Zufriedenheit zurück.

2. Was ist wichtig im Berufsalltag einer Katechetin?

Sich nicht zu ernst zu nehmen. Sich nicht Sorgen zu machen, wenn man die Antwort nicht weiss. Offen und vertrauensvoll zu sein gegenüber Kinder und Eltern. Nicht beurteilen und immer wieder den Mut und Wunsch zu haben, das nächste Mal besser zu machen. Geduld!

3. Wie hat Dich die Ausbildung ForModula geprägt? Was hast Du gelernt während der Ausbildungszeit?

Während meiner Ausbildung Formodula erlebte ich 3 Phasen:

Phase 1: Voll motiviert, gut zuhören und so viel wie möglich aufnehmen. Eine ausgeladene Batterie die aufgeladen werden wollte betreffend alle Themen: Gott und die Welt, Bibel verstehen, Spiritualität, Sakramente usw.

Phase 2: Die Zeit der Fragen und Zweifel. Das Ringen mit meinen kulturellen Wurzeln und das neu erlernte.

Phase 3: Freiheit im Denken und interpretieren betreffend Thema Religion, Kirche und Pädagogik. Die Ausbildung ForModula hat mir Freiheit und Sicherheit gegeben für meine katechetische Arbeit. Gelernt habe ich, dass es nicht (nur) darum geht Wissen (Gesetze, Gebete, usw.) zu vermitteln, sondern auch dass die Kinder mit Freude zum Unterricht kommen sollen und dass wir nur eine Begleitung sind bei ihrem Weg den Glauben zu entdecken. Die Theologischen Module waren für mich eine besondere Bereicherung.

Sarah Ramsauer

 

Als Katechetin kann ich das eigene Feuer mit den Kindern teilen und ihr eigenes Feuer entdecken lassen. Dabei geht es auch darum, immer wieder sich selbst und den eigenen Glauben zu reflektieren. Die Ausbildung ForModula hat mir gezeigt, dass der Glaube sehr befreiend und nicht einschränkend ist. Mit dieser Haltung bin ich mit den Kindern und Erwachsenen unterwegs.

Kathrin Ritler

1. Welche Arbeit als Katechetin ForModula erfüllt Dich?

Kreative Arbeit mit den Kindern,“ Gspür“ entwickeln, was für jede Unterrichtsgruppe notwendig ist, im Team Kirche gestalten, Familien in ihren alltäglichen Bedürfnissen abholen, Feiern gestalten, Kirche für die Menschen sein.

2. Was ist wichtig im Berufsalltag einer Katechetin?

Spiritualität, die ansteckt, nicht moralisch ist, frisch, fragend und echt ist. Konsequentes Auftreten, grosser Einsatz für den Umgang, den jeden in der Gruppe in seiner Einzigartigkeit respektiert. Selbstbewusstes Auftreten und gastfreundliche Grundhaltung. Sprachenkenntnisse sind sehr von Vorteil. Haltung auch mal ein Stündchen länger in den Beruf zu investieren.

3. Wie hat Dich die Ausbildung ForModula geprägt? Was hast Du gelernt während der Ausbildungszeit?

Mich selbst kennen zu lernen, mich neu in dieser Rolle zu finden, meinen Glauben „aufzufrischen“, eine Sprache für meine Spiritualität zu finden, Rüstzeug zu bekommen, meine Kreativität in der Arbeit aus zu leben! Neue Freunde zu finden.

Karin Schelker

1. Welche Arbeit als Katechetin ForModula erfüllt Dich?

Mit den Kindern auf ihrem Glaubensweg unterwegs zu sein, sie zu begleiten und dabei immer wieder erfahren zu dürfen, was für wunderbare Gottesbeziehungen die Kinder mitbringen. Es macht mir Freude den Unterricht so zu gestalten, dass es einen Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt gibt und dies mit Spass, Überraschungen und viel Kreativität zu bereichern.

2. Was ist wichtig im Berufsalltag einer Katechetin?

Sich auf die Kinder einlassen können. Flexibel darin zu sein, dass es anders kommen kann als der Unterricht geplant wurde. Sich selber zurück zu nehmen und doch dabei präsent zu bleiben. Offen sein für andere und damit Beziehung gestalten. Gerne in einem Team zu arbeiten und doch selbstständig zu sein.

3. Wie hat Dich die Ausbildung ForModula geprägt? Was hast Du gelernt während der Ausbildungszeit?

Für mich persönlich war die Ausbildung wie eine grosse Lebensschule. Dabei zu lernen sich selber immer wieder reflektieren zu können ohne zu werten und so ein Ja zu mir wie zu meinem Gegenüber öffnen.