Foto: KREMA

KREMA – ein Festival für Kunst am Krematorium

12. – 14. August: Friedhof als Stätte der lebendigen Begegnung

Silvana Pletscher wünscht sich eine Gastronomie für den Bremgartenfriedhof. Sie ist Geschäftsleiterin der Bernischen Gesellschaft für Feuerbestattung (bgf) und stellt sich mit dieser Idee einen Ort vor, wo das Leben direkt neben dem Tod stattfindet.

Die drei Künstler:innen Jeannette Hunziker, Stefan Maurer und Zoë Binetti streifen schon eine ganze Weile auf eben diesem Friedhof herum und suchen nach künstlerischen Umsetzungsformen zum Thema Sterben und Vergänglichkeit. Aus der Begegnung der Vier entsteht erstmals vom 12. – 14. August das KREMA statt – ein Festival für Kunst am Krematorium Bern.

Drei Tage lang findet im Krematorium, den umliegenden Urnengängen sowie den beiden Kapellen ein vielschichtiges Programm statt:

Es gibt eine mit Musik bespielte Lesung während eines Friedhofspaziergangs, ein als Stand-Up Comedy verpacktes Trauerritual für Queere Ahnen, eine Fotoausstellung zu Nackt- und Sterblichkeit, eine Installation des aufstrebenden ghanaischen Künstlers Samuel Baah Kortey sowie diverse Artist-Talks. Zora Vipera zeigt am Freitagabend ihr Tanzstück MEDUSA inverted und wird dabei von Mikael Oettlis Soundperformance begleitet, während Natalie Eichenbergers Klangwelt es uns beinahe hören lässt: Death is nothing at all.

Während des gesamten Festivals brennt vor dem Krematorium Tag und Nacht ein Feuer und alle, die wollen, können sich via Webseite für 2-stündige Slots als Feuerhüter:innen anmelden.
Die Feuerzeremonie des Hindupriesters Sasikumar Tarmalingam findet am Samstagabend statt; direkt anschliessend an die Kleinen Orgelstudien des Berner Künstlers Zimoun.

Auch für Kulinarik ist gesorgt; es gibt eine Bar, Lino Meister und Piero Good versuchen mit ihrem Amuse Bouche der Vergänglichkeit eine Annäherung an den Ort, der Virtuose Massimo Calandara verköstigt uns mit seinen Pizze in pala und am Sonntagmorgen gibt es Kaffee und Gipfeli zu den Afrobeats.

Das KREMA will den Friedhof als marginalisierten Ort während drei Tage in eine Stätte der lebendigen Begegnung verwandeln.

Das Festival findet bei jeder Witterung statt, der Eintritt basiert auf Kollektenbasis, alle Räumlichkeiten sind rollstuhlgängig.

12. – 14. August 2022
FR, 16.00 – 22.00 
SA, 16.00 – 24.00 
SO, 10.00 – 14.00

Krematorium Bremgartenfriedhof Bern, Weyermannstrasse 1, 3008 Bern
Gesamtes Programm sowie weitere Infos