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Was mich bewegt

Die Bistumskolumne

Schon stellt sich die Frage, was mit Bewegen genau gemeint ist. Äusserlich bewege ich mich etwas zurückhaltender, denn dies ist eine Art, wie man die Verbreitung des Virus eindämmen kann. Innerlich bewegt mich diese Zeit der Unsicherheit, wie wohl viele andere Menschen auch. Ein Stichwort kommt mir in den Sinn, wenn ich darüber nachdenke: Vertrauen!

Vertrauen ist für mich zunächst das Vertrauen in Gott, dass er uns durch diese Krise begleitet, führt und stärkt. Aber auch in die Menschen, die an der Bewältigung dieser Situation arbeiten, z.B. die Wissenschaftler und Politikerinnen. Ich vertraue darauf, dass sie von Gott gelenkt und beseelt werden, um uns alle aus dieser Krise zu führen. Dabei bin ich durchaus der Meinung, dass nicht jeder Vogel im Kopf mit dem Hl. Geist zu verwechseln ist, wie es Kurt Kardinal Koch in seinen Vorlesungen jeweils zu sagen pflegte. Aber ohne dieses grundlegende Gottvertrauen könnte ich gar nicht leben. Oder: wer von uns macht vor dem Trinken des Hahnenwassers einen Test, ob es nicht vergiftet ist?

Vertrauen ist einerseits ein Geschenk, das wir weitergeben können. Es ist aber auch eine Grundhaltung, die unser Leben prägen kann. Ich wünsche allen im neuen Jahr viel Gottvertrauen!

Bischofsvikar Hanspeter Wasmer, Vertreter des Bischofs in den Kantonen Luzern, Schaffhausen, Thurgau und Zug
 

«Was mich bewegt» im Überblick