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Zimtsterne? Änischräbeli? Heiländerli?

Frisch gebackene Bücher - nicht nur zu Weihnachten

Frisch gebackene Bücher. Nicht nur zu Weihnachten.

Redaktion: Karin Schatzmann

Willeke Brouwer
Vom Engel und dem heiligen Kind
Maria erzählt die Weihnachtsgeschichte
Herder, 2021, 90 S., Fr. 28.90

In dieser Graphic Novel erzählt Maria selbst von den Ereignissen rund um die Geburt Jesu und gibt sehr persönliche Einblicke in ihre Lebens- und Gefühlswelt: «Wie um Himmels Willen erklärst du das Ganze deinem Verlobten?»

Anna Maria Prassler
Quirinius, der Engel und das Christkind
Südpol, 2021, 32 S., Fr. 22.90

Der kleine Quirinius hat einen Papa, der Statthalter in Betlehem ist, eine gemütliche Höhle, in der er spielen kann, und einen Ochsen als Freund. Als eines Tages ein Engel auftaucht und verkündet, dass in dieser Höhle ein König geboren werden soll, geht der Trubel los. Die Weihnachtsgeschichte erzählt aus Kinderperspektive und ist wunderschön illustriert.

Johanna Lindemann und Andrea Stegmaier
Die gestohlene Weihnachtsgans
Annette Betz (Hrsg.), 2021, 32 S., Fr. 21.90

Endlich Weihnachten! Emma freut sich riesig. Doch dann ist plötzlich die Weihnachtsgans verschwunden und sowieso ist alles nicht so perfekt, wie es sein sollte. Gerade als zwischen Emmas Eltern ein Streit entbrennt, klingelt es an der Tür. Dank unverhofften Überraschungsgästen wird es schliesslich doch noch ein frohes Fest.

Chimamanda Ngozi-Adichie
Trauer ist das Glück, geliebt zu haben
Fischer S., 2021, 80 S., Fr. 22.90

Berührend und sehr persönlich schreibt Chimamanda Ngozi-Adichie über den Verlust ihres Vaters, der im Juni 2020 an einem Nierenversagen stirbt. Sie schreibt über die verschiedenen Gesichter der Trauer, die mal Wut, mal Angst, mal Verzweiflung hervorruft. Ein Buch über die Trauer, die Liebe und die ungeahnte Kraft, die wir in Momenten grösster Verzweiflung plötzlich in uns finden.

Andreas Knapp
Wer alles gibt, hat die Hände frei
Mit Charles de Foucauld einfach leben lernen
Bene!, 2021, 176 S., Fr. 25.90

Der Autor gehört zur von Charles de Foucauld inspirierten Gemeinschaft «Kleine Brüder und Schwestern», deren Spiritualität nebst Gebet und Meditation das praktische Teilen des Lebens mit einfachen Menschen nach jesuanischem Vorbild ins Zentrum stellt. Knapp berichtet von diesem Leben und ermutigt zu einer alternativen, einfacheren Lebensweise.

Alina Bronsky
Barbara stirbt nicht
Kiepenheuer & Witsch, 2021, 256 S., Fr. 28.90

Eines Tages steht Barbara nicht mehr auf. Der Ehemann muss sich widerwillig als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner betätigen. Als er den Fernsehkoch Medinski und dessen Facebook-Seite entdeckt, findet er unverhofften Beistand. Die raue Fassade von Walter Schmidt beginnt zu bröckeln. Ein bitterböser und warmherziger Roman zugleich.

Elif Shafak
Das Flüstern der Feigenbäume
Kein & Aber, 2021, 512 S. Fr. 33.–

Ada schreit. Aus Trauer über den Tod ihrer Mutter und aus Wut über das Schweigen ihres Vaters, dem es leichter fällt, mit dem Feigenbaum im Garten zu reden als mit seiner Tochter. Der Ficus carica ist die Hüterin der Familiengeheimnisse und flüstert uns Geschichten zu über eine heimliche Liebe in Zypern, Krieg und Hoffnung.

Weitere Lesetipps für den Advent, Weihnachten und 2022:
Ökumenische Buchhandlung Voirol, Rathausgasse 74, Bern. 031 311 20 88,
www.voirol-buch.ch