Herzlich willkommen!
Quelle: eigenes Photo

In unserer Pfarrei begegnen sich Menschen aus Pieterlen, Lengnau und Meinisberg - und aus ganz vielen Kulturen. Unser Motto 'Leben teilen' orientiert sich am Vorbild Jesu und am Heiligen Martin. Wir wollen Menschen Geborgenheit, Heimat und Stärkung im Glauben bieten. Wir gehören zum Pastoralraum Biel-Pieterlen mit den Pfarreien St. Maria, Christ-König und Bruder Klaus in Biel. Ausserdem arbeiten wir eng mit unseren reformierten Mitchristen der Kirchgemeinden Pieterlen und Lengnau zusammen.

Osterbrief von Pfarrer Stephan Schmitt

Ostergottesdienst Sonntag 12. April 2020 um 10 Uhr live!

 

Corona-Pandemie - Fluch und/oder Segen?

Wir sind für Sie da!

Wie Sie wissen, sind unsere kirchlichen Räume für alle Veranstaltungen, auch für Gottesdienste, geschlossen. Einzig für das persönliche Gebet sind die Kirchen noch geöffnet. Gönnen Sie sich dort einen Moment der Stille. Gebetsbeispiele liegen aus. Oder Sie finden sie im Gesangbuch. Zünden Sie eine Kerze an - denken Sie an jemanden, der Ihnen nahe steht. Und falls Sie einen Gesprächspartner brauchen, weil Ihnen die Decke auf den Kopf fällt, Sie sich einsam fühlen oder etwas auf dem Herzen haben, dann rufen Sie uns an (032 377 19 55)!

Die Bilder von Kranken und Sterbenden, die uns täglich erreichen, sind kaum zu ertragen. Nun sollte auch der Letzte begriffen haben, dass diese Situation, dass das Virus höchst gefährlich ist. Und es ist klar: es kann jeden treffen. Zwar gibt es Gruppen, die ein höheres Risiko haben. Aber es kann jeder mehr oder weniger schwer erkranken - egal wie alt er ist, egal ob er Vorerkrankungen hat oder nicht. Offensichtlich gibt es noch andere Bedingungen, die wichtig sind. Eines ist sicher: das Coronavirus ist ein Fluch. Auch wirtschaftlich. Dem werden vermutlich die meisten Menschen zustimmen.

Allerdings gibt es ebenfalls die Diskussion um die Frage, ob es auch einen Segen gibt, den uns die momentane Situation bringt. Wenn ich vor dem Bäcker stehe und in einer Schlange warten muss, weil nur drei Kunden im Laden sein dürfen, spüre ich keine Ungeduld, keine Gereiztheit, kein Drängeln. Die Menschen sind ruhig, oft still und nachdenklich, aber manchmal auch redselig. Man kommt ins Gespräch - auf eine freundliche, interessierte Art. Das Misstrauen, das sich sonst oft findet, scheint verflogen. Man spürt: wir sitzen alle im gleichen Boot, wir gehören zusammen, wir brauchen einander.

Die Situation bringt uns nicht nur Angst, krank zu werden, oder auch vor der wirtschaftlichen Zukunft, sie schenkt uns auch Ruhe und Gelassenheit, sie schenkt uns Zeit - eine Entschleunigung unserer so überhasteten, ruhelosen und bisweilen erdrückenden Welt. Und vor allem merken wir jetzt, wie viele Dinge in unserem Alltag für uns selbstverständlich sind, sodass wir gar nicht mehr dran denken, für all das dankbar zu sein. Wir haben uns daran so sehr gewöhnt, dass wir das Besondere an all dem, was wir täglich haben und geniessen dürfen, gar nicht mehr wahrnehmen.

Wir reden von 'social distancing - sozialem Abstand'. Tatsächlich sind wir uns jedoch vielleicht näher - in einem seelischen Sinn -, als im normalen körperlichen Kontakt, bei dem wir Menschen oft seelisch sehr weit voneinander entfernt sind. Es gibt eine Beobachtung, die das noch unterstreicht: die zunehmende häusliche Gewalt in Familien, die das Zusammensein nur ertragen, solange sie frei sind, einander aus dem Weg zu gehen, die aber jetzt zum Zusammensein (und somit zur körperlichen Nähe) verdammt sind, weil sie zu Hause bleiben müssen.

Das Virus zwingt uns, über unser Leben nachzudenken. Es zeigt uns, was wirklich wichtig, und was eigentlich nebensächlich ist. Schade eigentlich, dass es dafür erst ein so gefährliches Virus braucht, und wir das nicht schaffen - in unserem ganz normalen Leben. Vieles in unserer Menschenwelt und auch in unserer Umwelt wäre einfacher, gerechter, menschen- und liebenswürdiger.

Ihr Pfarrer Stephan Schmitt

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Wir sind für Sie da!

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2542 Pieterlen

Tel. 032 377 19 55
Dienstag von 9 - 11 Uhr
pfarramt(at)kathpieterlen.ch