Dabei sein

Sie dachten, Kirche ist nur Gottesdienst? Weit gefehlt! Gottesdienste sind nur ein kleiner Teil des Engagements der Kirche.

Die Römisch-katholische Kirche begleitet von der Wiege bis zur Bahre, von der Taufe bis zur Abdankung. Sie schafft vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche, Weiterbildungen für Erwachsene und Geselligkeit für ältere Semester. Sie berät und hilft in Krisensituationen Einzelpersonen, Familien oder ganzen Gesellschaftsgruppen. In der Kirche engagieren sich viele Freiwillige - ein unbezahlbarer Mehrwert für die Gesellschaft.

Willkommen bei uns!

Diese Kirche erwartet Sie

Die Römisch-katholische Kirche im Kanton Bern ist eine offene und lebendige Kirche. Männer und Frauen engagieren sich gemeinsam und (meist) gleichberechtigt. Sie ist solidarisch im Kanton und weit darüber hinaus. Viele ihrer Angebote und Dienstleistungen richten sich nicht nur an Mitglieder, sondern an die Öffentlichkeit.

Als Mitglied der Römisch-katholischen Kirche im Kanton Bern erhalten Sie kostenlos Dienstleistungen der Kirche: Taufe, katechetischer Unterricht, Erstkommunion, Firmung. Sie können sich kirchlich trauen lassen, Götti oder Gotti werden und sich kirchlich bestatten lassen. Ab 18 Jahren können Sie an kirchlichen Abstimmungen und Wahlen teilnehmen und sich selber wählen lassen. Denn tatsächlich ist die Kirche nicht nur hierarchisch, sondern auch demokratisch, wie unser kleiner Film zeigt.

Die katholische Kirche von heute ist nicht mehr dieselbe wie vor Jahrzehnten. Gewiss, einige Baustellen bestehen nach wie vor. Zugleich hat sich vieles verändert. So ist die einstige Kluft zwischen Priestern und Pfarreimitgliedern weitgehend verschwunden. Männer und Frauen sind in den meisten Punkten gleichberechtigt. Gottesdienste gibt es in vielerlei Formen. Die Kirche setzt sich an vielen Orten für die Menschen ein – nicht nur für ihre Mitglieder!

Neu zugezogen

Wenn Sie neu in den Kanton Bern ziehen und katholisch sind, können Sie einfach bei der Anmeldung in Ihrer Wohngemeinde die Konfession Römisch-katholisch angeben.

Eintreten oder wiedereintreten

Sie selber und/oder Familienmitglieder möchten in die Römisch-katholische Kirche eintreten, wiedereintreten, übertreten? Herzlich willkommen!

Am einfachsten füllen Sie das untenstehende Formular aus. Wenn Sie Fragen rund um den Glauben, die Kirche oder den Beitritt haben, setzen Sie sich bitte mit dem Pfarramt Ihrer Wohngemeinde in Verbindung.

Wieder eintreten

Sie sind katholisch, haben sich aber einst zum Austritt entschlossen. Für Ihren Entscheid hatten Sie damals sicherlich gute Gründe.

Inzwischen hat sich Ihre Lebenssituation oder Ihre Überzeugung verändert. Auch die Kirche ist nicht dieselbe geblieben. Sie überlegen sich deshalb, wieder in die Kirche einzutreten, oder haben sich bereits dafür entschieden. Darüber freuen wir uns sehr.

Ein Wiedereintritt ist unkompliziert und kostenlos. Füllen Sie einfach das untenstehende Formular aus. Ihre Pfarrei wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Sie wünschen vorgängig ein Gespräch mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger? Sie finden die zuständige Stelle bei Ihrer Pfarrei.

Durch Taufe katholisch werden

Durch die Taufe werden Sie Teil der weltweiten christlichen Gemeinschaft. Die Erwachsenentaufe war bei den ersten Christen normal. Auch heute lassen sich wieder vermehrt erwachsene Menschen taufen – aus Überzeugung und nach reiflicher Überlegung.

Sie sind bereits getauft, katholisch oder z.B. reformiert? Die grossen Kirchen anerkennen gegenseitig die Taufe! Eine erneute Taufe ist deshalb nicht nötig.

Wenn für Sie eine Taufe in Frage kommt, senden Sie uns bitte das Formular und erwähnen Sie unter "Bemerkungen", dass Sie eine Taufe wünschen und wo Ihr wichtigster Kontakt zur katholischen Kirche ist (Pfarrei, Hochschulseelsorge, Anderssprachige Gemeinschaft, Kloster usw.). Ihr Seelsorger oder Ihre Seelsorgerin wird sich nächstens mit Ihnen in Verbindung setzen.

Mehr erfahren

Wenn Sie sich über diesen Schritt noch nicht ganz klar sind, oder mehr wissen wollen: Die katholische Kirche bietet Glaubenskurse an, Katechumenat genannt. Dabei erfahren Sie mehr über den christlichen Glauben und dessen katholische Prägung. Im Gespräch mit anderen Teilnehmenden und einem/einer Seelsorgenden klären Sie Ihre Fragen. Um zu erfahren, ob in Ihrer Nähe ein Katechumenats-Kurs stattfindet, wenden Sie sich bitte an Ihre Pfarrei.

Von einem anderen Glauben oder einer anderen Konfession übertreten

Konfessionswechsel

Kirchen werben einander keine Mitglieder ab. Möchten Sie aber von einer Konfession zur anderen übertreten, legen die Kirchen auch keine Steine in den Weg. Einzige Bedingungen: Sie müssen mindestens 16-jährig sein und dürfen nicht gleichzeitig Mitglied in mehreren Landeskirchen sein.

Möchten Sie zur katholischen Kirche übertreten, füllen Sie bitte das Formular aus. Ihre Seelsorgerin oder Ihr Seelsorger wird mit Ihnen Kontakt aufnehmen, um die nächsten Schritte zu besprechen.

Religionswechsel

Mit einem Religionswechsel sind einige zusätzliche Schritte verbunden. Als erstes müssen Sie sich bewusst sein, was dieser Schritt für Sie bedeutet. Ein Religionswechsel kann unter Umständen mit dem Abbruch von Beziehungen in der bisherigen Gemeinschaft oder der Familie verbunden sein. Umgekehrt werden Sie Mitglied der weltweiten Familie der katholischen Kirche. Das Sakrament der Taufe ist das äusserliche Zeichen für Ihren Übertritt.

Bitte füllen Sie das Formular aus und erwähnen Sie unter "Bemerkungen", dass Sie von einer anderen Konfession übertreten möchten. Bitte teilen Sie auch mit, wo Ihr wichtigster Kontakt zur katholischen Kirche ist (z.B. Pfarrei, Hochschulseelsorge, Anderssprachige Gemeinschaft, Kloster usw.). Ihre Seelsorgerin oder Ihr Seelsorger wird nächstens mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Mit ihm oder ihr können Sie weitere Fragen besprechen und die nächsten Schritte festlegen.

Mehr erfahren

Wenn Sie sich noch nicht ganz klar sind, oder Sie mehr wissen wollen: Die katholische Kirche bietet Glaubenskurse an, Katechumenat genannt. Hier erfahren Sie mehr über den christlichen Glauben und dessen katholische Prägung. Im Gespräch mit anderen Teilnehmenden und einem/einer Seelsorgenden klären Sie Ihre Fragen. Um zu erfahren, ob in Ihrer Nähe ein Katechumenats-Kurs stattfindet, wenden Sie sich bitte an Ihre Pfarrei (bzw. Hochschulseelsorge, Anderssprachige Gemeinschaft, Kloster usw.).

Fragen?

Ab wann ist mein Eintritt gültig?

Sie bestimmen selber, ab welchem Datum Ihre Mitgliedschaft in der Römisch-katholischen Kirche gelten soll.

Was geschieht, wenn ich eingetreten bin?

Sie können sämtliche Dienstleistungen der Kirche gratis beanspruchen. Sie können Götti oder Gotti werden, kirchlich heiraten und werden eines Tages kirchlich bestattet, wenn Sie dies wünschen.

Wenn Sie mindestens 18-jährig sind, können Sie auf lokaler und kantonaler Ebene mitbestimmen, was mit Ihren Kirchensteuern geschieht. Sie können das kantonale Landeskirchenparlament wählen oder sich wählen lassen.

Sie erhalten zweiwöchentlich das Pfarrblatt und/oder allenfalls Informationen direkt aus Ihrer Pfarrei.

Sie haben das gute Gefühl, dass Sie mit Ihren Kirchensteuern sinnvolle Projekte unterstützen, von Jungwacht-Blauring über Eheberatung bis zur Sterbebegleitung.

Kann ich meine Mitgliedschaft «ausprobieren»?

Die meisten Angebote der Kirche stehen allen Menschen offen, ob Mitglied oder nicht. Sie können also jederzeit schnuppern. Die Termine von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen finden Sie auf der Website Ihrer Pfarrei.

Ich möchte mich vor meinem Entscheid informieren, worauf ich mich einlasse. Wie kann ich das tun?

Für ein Gespräch steht Ihnen die Seelsorgerin oder der Seelsorger der Pfarrei Ihrer Wohngemeinde gerne zur Verfügung.

Möchten Sie sich vertieft mit Fragen rund um Ihren persönlichen Glauben befassen, bietet die katholische Kirche das so genannte Katechumenat an. In kleinen Gruppen diskutieren Sie Fragen rund um den christlichen Glauben und dessen katholische Prägung.

Meine Taufurkunde ist verschwunden. Kann ich trotzdem wiedereintreten?

Das ist kein Problem. Wenn sich der Seelsorger oder die Seelsorgerin Ihrer Pfarrei mit Ihnen in Verbindung setzt, können Sie dies ansprechen. Hilfreich (aber nicht zwingend) ist es, wenn sie sich an die Pfarrei erinnern, wo Sie getauft wurden.

Der katholische Glaube spricht mich an, doch ich habe Probleme mit den Missständen in der Kirche.

Das können wir gut verstehen, denn es geht uns ähnlich.

Die katholische Kirche hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel dazugelernt. So ist sie beispielsweise intensiv daran, Missbräuche aufzuklären und die Opfer zu unterstützen. Das Bistum Basel hat die Stelle einer Präventionsbeauftragten geschaffen und setzt sich für die genaue und externe Untersuchung von Vorfällen ein.

Auch beim Thema Gleichstellung der Geschlechter geht das Bistum Basel voran. Viele Pfarreien und Pastoralräume im Bistum werden inzwischen von Frauen geführt, die auch Gottesdienste feiern. Das Bistum hat auch eine Regenbogenpastoral eingerichtet, die sich an nicht-heterosexuelle Menschen richtet.

Papst Franziskus hat unter dem Namen "Wir sind ganz Ohr" einen weltweiten synodalen Prozess angestossen, bei dem alle Kirchenmitglieder eingeladen sind, sich zu äussern und den weiteren Weg der Kirche festzulegen. Im Herbst 2021 haben in der Schweiz 8000 Menschen diskutiert und ihre Vorstellungen weitergeleitet. Im Februar 2023 wurden die Ideen der Nationen in der Europa-Synode in Prag diskutiert. Der Prozess ist noch am Laufen, wir sind gespannt, was daraus wird.

Der Papst hat in seiner Amtszeit bereits viele Türen aufgestossen. Die Vorstellung, er müsste nur mit den Fingern schnippen, damit die Kirche eine andere wird, trifft allerdings nicht zu. Die Römisch-katholische Kirche ist eine Weltkirche, und an manchen Orten gehen die Uhren anders.

Muss ich bei einem Eintritt mit allem einverstanden sein, was die katholische Kirche verkündet?

Nein. In der katholischen Kirche haben vielerlei Meinungen Platz. Das war schon bei den ersten Christen nicht anders. Die Kirche hat gelernt, mit dieser Vielfalt umzugehen und andere Meinungen stehen zu lassen.

Bei aller Vielfalt und allen unterschiedlichen Schwerpunkten verstehen sich Katholikinnen und Katholiken aber als eine Kirche, die gemeinsam unterwegs ist.

Kircheneintritt

Kircheneintritt

Austreten

Wenn Sie aus der Römisch-katholischen Kirche austreten möchten, müssen Sie Ihren Entscheid schriftlich und eingeschrieben der Pfarrei Ihrer Wohngemeinde mitteilen. Bitte geben Sie dabei an: Name, Vorname, Geburtsdatum, AHV-Nummer, offizielle Adresse, Datum und Unterschrift. Bei Kindern unter 16 Jahren muss das Austrittsbegehren von beiden Eltern unterzeichnet sein.

Wir danken Ihnen für Ihre bisherige Treue zur Kirche. Sie haben mit Ihren Kirchensteuern dazu beigetragen, dass die Kirche für die Menschen da sein kann.

Bitte bedenken Sie, dass Sie nach Ihrem Austritt keinen Anspruch mehr haben auf eine kirchliche Trauung oder eine kirchliche Bestattung. Sie können auch nicht mehr in jedem Fall als Taufpate oder Taufpatin eingesetzt werden.

Diese Website nutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung der Site stimmen Sie deren Verwendung zu und akzeptieren unsere Datenschutzrichtlinien.