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Das Quartier besser kennenlernen

Im Herbst 2018 lancierte Stephanie Schär vom Treffpunkt Untermatt in Bern das Projekt Infotime. Das kostenlose Beratungsangebot für Migrantinnen und Migranten in Bern-West wird finanziell unterstützt von der Katholischen Kirche Region Bern.

Wie gehe ich vor bei den Krankenkassen? Wie funktioniert die AHV? Was braucht es für die Steuererklärung? Wer hilft mir bei den Familienproblemen? Es sind oft grundlegende Fragen zum Leben in der Schweiz oder zur Infrastruktur im Quartier, welche die Besucherinnen und Besucher bei Infotime stellen. Montags im StöckTreff in Bümpliz oder am Dienstag im Café Mondial in Bethlehem - hier finden Migrantinnen und Migranten Rat und Hilfe - und zwar in der Muttersprache.

Das Projekt Infotime richtet sich an die Bevölkerung im Raum Bern-West, doch die ersten beiden Jahre zeigten, dass auch Leute aus anderen Teilen Berns die kostenlose Beratung in Anspruch nahmen. Angeboten in fünf Sprachen - Tamilisch, Tigrinya, Amharisch, Albanisch und Arabisch - durch lokal gut verankerte Infotime-Beraterinnen wird hier ein beträchtlicher Teil der Migrationsbevölkerung mit Informationen erreicht.

Im Jahresbericht 2019 der Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit, die das Projekt mitträgt, hält Stephanie Schär fest: "Insbesondere für sozioökonomisch benachteiligte Familien mit Migrationshintergrund und wenig Sprachkenntnissen bieten die Beraterinnen eine kompetente Orientierungshilfe und wirken als Türöffnerinnen." So lernen die Besucherinnen und Besucher lokale Angebote und Einrichtungen besser kennen und damit ihr Quartier und ihr Daheim. Die Katholische Kirche Region Bern finanziert Infotime mit durch einen Beitrag aus dem Fonds für diakonische und pastorale Projekte.

Weitere Informationen: www.toj.ch/projekte

28. Juli 2020
erstellt von Kommunikationsstelle
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