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Eisberg voraus - Albrecht Mattner

Dieser Tage hört man überall wieder vom Untergang der Titanic. Unzählige Dokumentationen, Berichte Überlebender und Filme werden dem Zuschauer präsentiert. Das angeblich unsinkbare Schiff  ist auf seiner Jungfernfahrt auf tragische Art und Weise gesunken, nachdem es mit einem Eisberg kollidierte. Viele Mythen ranken sich inzwischen um diese Tragödie. So soll zum Beispiel der Kapitän in Belfast gerufen haben, „dass selbst Gott dieses Schiff nicht versenken kann“. Ein Schiff stärker als Gott ? 

Mich erinnert dies an die biblische Geschichte vom Turmbau zu Babel:  

Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst. Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lass uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk  und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. 
Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder errichten.  Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.  Wohlauf, lasst uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! 
 Also zerstreute sie der HERR von dort alle Länder, dass sie mussten aufhören die Stadt zu bauen. (1. Mose 11) 

Auch hier hatten die Menschen die Rechnung ohne Gott gemacht, scheinbar alle Grenzen überwunden, nichts schien unmöglich. Bei einer solchen Haltung gerät dann ganz leicht der Massstab durcheinander. Es wird vergessen, wer hier Schöpfer und wer Geschöpf ist. Ein Fehler, der auch heute noch sowohl im grossen als auch im kleinen passiert…  

Nicht immer sind die Folgen so tragisch wie bei der Titanic. Dennoch ist es gut sich davor zu schützen, in eine solche Haltung zu geraten: Indem wir von Zeit zu Zeit innehalten und uns immer wieder neu besinnen auf unseren Schöpfer, auf unsere Beziehung zu IHM, und gleichzeitig offen sind, durch Ihn unsere Massstäbe immer wieder neu geraderücken zu lassen. 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche. 

22. April 2012