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Herbstbilder (Nicole Arz)

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

„Septembermorgen“ von Eduard Mörike

 
In keiner Jahreszeit bringt das Licht die Farben derart zum Leuchten wie im Herbst, wenn sich morgendliche Nebelreste verzogen haben und ein klarer, blauer Himmel zum Vorschein kommt. Was eben noch einheitlich grün war, färbt sich jetzt rot, gelb, purpurn und golden.
Man denkt sich unweigerlich, dass der, der sich diese Natur ausgedacht hat, Farben, Abwechslung und Buntheit liebt. Also keinen Einheitsbrei, keine Uniformiertheit und keine graues Einerlei. Womöglich geht es ihm in Bezug auf die Menschen ebenso? Dann hätte er bestimmt Freude an dem, was wir "multikulti" nennen! Wenn ich mir blühende Sommerwiesen und verfärbte Herbstwälder ansehe, bin ich geradezu davon überzeugt!

 

20. September 2011