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Wer bist du? - Beat Zosso

Maria, Mutter Gottes, Schwester im Glauben, der Morgenstern, die Makellose, die Leidende und Verzweifelnde: Wer bist du? Wer warst du eigentlich? Je weniger wir wissen, umso mehr scheinen Theologinnen und Theologen, Dichter und Beter über dich schreiben zu können. Du bist zudem von so vielen Malern, Bildhauern und Holzschnitzern nach ihren Vorstellungen ins Bild gesetzt worden. Unzählige Musikerinnen und Musiker erzählen von dir in ihren Kompositionen: Im  „Ave Maria“ – dem Gruss, mit dem alles begann, im „Magnifikat“ als Lobgesang auf deinen Gott, im „Stabat mater“ vom verzweifelten  Ausharren unter dem Kreuz. - Wer bist du Maria?

Viele Menschen vertrauen seit Jahrhunderten auf deine Fürbitte: Weil du selber vertraut hast. Weil du dich einer tiefen Hoffnung geöffnet hast. Der Hoffnung für ein Leben, das gelingen kann. Einer Hoffnung, die noch etwas bewegen kann, einer Hoffnung, die den Traum des Menschen wach hält – trotz allem! 

Wenn Sie jetzt in das Lied Nouthra Dona di Maortse im Patois des Greyerzerlandes von Abbé Joseph Bovet hinein hören, schwingen vielleicht auch bei Ihnen Höhen und Tiefen Ihres wertvollen eigenen Lebens mit.  Wird dabei nicht all das zum Klingen gebracht, was unser Leben ausmacht: Glück, Freude, Sorge und Leid? Und dann spüren wir oft ein Verlangen nach Dankbarkeit oder Zuwendung. Nehmen Sie sich diese kurze Zeit, lassen Sie sich hineinnehmen in diese Schwingungen der Musik  und die Hoffnungen - trotz allem.


Nouthra dona di martsé
Zum Hören bitte anklicken

Text und französische Übersetzung

 

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Quelle: Ursula Schauber, Gross ist mein Ja, Maria; Schwabenverlag 2007
Foto: Maria in der Dreifaltigkeitskirche fotografiert von Nicole Arz

 

4. Mai 2013