Mit grosser Freude heissen wir unseren neuen Kaplan Baburaj Kakkassery Ouseph (Babu) bei uns willkommen, der seit dem 1. Oktober in unseren Pfarreien St. Marien und St. Martin als Kaplan wirkt. Wir freuen uns auf das gemeinsame Unterwegssein, auf viele Begegnungen und darauf, zusammen unser Pfarreileben zu gestalten.
Wir laden herzlich zu den Begrüssungsgottesdiensten für Kaplan Babu ein:
• Samstag, 17. Oktober, 16.30 in St. Martin.
Im Anschluss Begegnung beim Fondue der Jubla
• Sonntag, 18. Oktober, 09.30 in St. Marien.
Im Anschluss Begegnung beim Pfarreiapéro
Ein neuer Weg – gemeinsam unterwegs
Von Herzen möchte ich mich Ihnen vorstellen: Mein Name ist Dr. Baburaj Kakkassery Ouseph, viele nennen mich einfach Babu.
Geboren wurde ich im Juni 1969 in Kerala, Indien – in eine Kultur, in der Familie, Glaube, Gastfreundschaft und Gemeinschaft das Leben tief prägen. Diese Wurzeln begleiten mich bis heute und schenken mir immer wieder Kraft, Vertrauen und Dankbarkeit.
Zwischen Kulturen und Herzen
Mein Lebensweg führte mich von Indien nach Rom, London und schliesslich nach Deutschland. 1994 wurde ich in der Diözese Kalyan bei Mumbai zum Priester geweiht. Später durfte ich in Rom Jugendpastoral studieren, anschliessend vertiefte ich meine Studien an der Universität London. Der Schwerpunkt meiner Doktorarbeit lag auf der psychologischen und religiösen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. 2002 schloss ich diese Studien mit dem Doktortitel ab.
In Mumbai durfte ich viele Jahre in verschiedenen pastoralen Aufgaben wirken. Besonders nahe gingen mir die Begegnungen mit Strassenkindern am Rand der Gesellschaft. Gemeinsam mit engagierten Menschen konnten wir ihnen Nahrung, Bildung, Aufmerksamkeit und ein Stück Geborgenheit schenken.
Seit 2010 lebte und wirkte ich in Deutschland. Seit 2013 war ich als leitender Pfarrer und Administrator in der Seelsorgeeinheit Riss-Federbachtal tätig, mit fünf Gemeinden und der Wallfahrtskirche Steinhausen, der «schönsten Dorfkirche der Welt». Für all diese Jahre bin ich von Herzen dankbar.
Sprache des Herzens
Ich spreche mehrere Sprachen, doch je länger ich Menschen begleite, desto mehr erkenne ich: Die wichtigste Sprache ist die Sprache des Herzens. Sie spricht durch Geduld, Freundlichkeit, ein offenes Ohr, einen stillen Blick und eine Hand, die sagt: «Du bist nicht allein.» Vielleicht dürfen wir gerade dort erfahren, was Petrus auf dem Berg Tabor sagte: «Herr, es ist gut, dass wir hier sind.» Auch wir dürfen miteinander Hütten bauen: eine Hütte der Liebe, eine Hütte der Hoffnung und eine Hütte der Gemeinschaft.
Ich freue mich darauf, mit euch/Ihnen unterwegs zu sein – von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz – und einander immer wieder zu sagen: «Wie schön, dass es dich/Sie gibt.»
Kaplan Babu