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Abschiede

In den Sommermonaten heisst es hier und da Abschied zu nehmen. Wenn wir für längere Zeit verreisen, richten wir einiges in Haus und Garten, damit wir beruhigt in die Ferien fahren können. Da ist manches zu bedenken, was für die Zeit während unserer Abwesenheit geregelt werden muss.

Abschied nehmen heisst es auch bei einem Berufs- und Wohnungswechsel. Das kann mitunter sehr schmerzlich sein, weil man eine vertraute Umgebung und Freundschaften hinter sich lässt. Da fliessen mitunter Tränen, wenn Kinder ihre Freundinnen und Freunde verlassen müssen. Erwachsene und Kinder brauchen Mut und Zuversicht, sich auf einen neuen Wohnort und fremde Menschen einzulassen. Aber es gibt auch endgültige Abschiede, die grösseres Leid und Trauer mit sich bringen. Ein Mensch ist sterbenskrank und sieht den Tod vor Augen. Wie kann er darauf zu gehen? Wie empfinden seine Nächsten diese Not? Der bekannte Filmregisseur Wim Wenders hat dazu eine berührende Erfahrung gemacht und bekannte in einem Interview: «Ich habe meinen Vater in den letzten Monaten seines Lebens begleitet, und das war für mich eine entscheidende Erfahrung: Er ging ohne jede Angst, ganz ruhig, und hat mir im Sterben seinen Glauben vorgelebt».

Isabella Skuljan

Die Kolumnen der Spitalseelsorge im Überblick

24. Juli 2018
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 31-32
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