Pressefoto DAS NEUE EVANGELIUM ©Fruitmarket/Langfilm/IIPM

Das neue Evangelium

Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Wer wären seine Apostel?

Der Schweizer Regisseur Milo Rau (DAS KONGO TRIBUNAL) kehrt in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit.

Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet schafft er einen hochpolitischen Jesus-Film, in dem biblische Erzählung und Revolte ineinanderfliessen. Nach Jesus' Vorbild kehrt Yvan als «Menschenfischer» in das grösste Flüchtlingslager bei Matera zurück, um dort seine «Jünger» zu finden: Verzweifelte, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind, um auf den Tomatenfeldern Süditaliens versklavt zu werden und dort unter unmenschlichen Bedingungen leben. Gemeinsam mit ansässigen Kleinbäuerinnen und -bauern begründen sie die «Rivolta della Dignità», eine politische Kampagne, die, von Yvan angeführt, für die Rechte von Migrantinnen und Migranten kämpft.

«Das neue Evangelium» ist ein Manifest der Solidarität der Ärmsten, ein filmischer Aufstand für eine gerechtere, menschlichere Welt. com


«Das neue Evangelium» (Schweiz, 2020, 107 min.)

Verleih: Port au Prince Pictures.
Ab 17. Dezember digital, Kinos werden am Erlös beteiligt.
Tickets unter: https://dasneueevangelium.de/#digitales-ticket

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18. Dezember 2020
erstellt von «pfarrblatt» online
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