pfarrblatt:

News-Artikel

Daniel Noti aus dem Wallis, Student der Theologie und Philosophie (beide auf Lehramt Gymnasium) an der Universität Fribourg

Die Wurzel Christi

Unter diesem Motto hat vom 16. bis 21. August der Weltjugendtag in Madrid stattgefunden. Diese Bibelstelle ist meines Erachtens in der heutigen Zeit besonders aktuell, denn viele Menschen wissen angesichts der vielfältigen Möglichkeiten nicht mehr, woran sie sich in ihrem Leben wirklich festhalten können und was ihnen nachhaltige Orientierung und Sinn gibt.

Zahlreiche Menschen haben ihre Wurzeln verloren. Es ist deshalb gut, nach den eigenen Wurzeln zu fragen und diesen eingehend auf den Grund zu gehen. Es sind gerade die Schwierigkeiten und freudigen Momente meines Lebens, welche mich immer wieder danach haben fragen lassen.

Im Verlauf meines Lebens habe ich immer mehr gespürt, dass ich mich in Christus verwurzeln und auf ihm gründen muss, wenn ich mich nicht auf Wegen verlieren will, die Leere und Enttäuschung hinterlassen. In meinem Alltagsleben trägt gerade das Gebet dazu bei, dass die Wurzeln meines Glaubens weiter wachsen und mich immer stärker in Christus verankern. Die Wurzel Christi schenkt mir neue Lebenskraft.

So kann man den Glauben mit einem Apfelbaum vergleichen, welcher gepflegt werden will, wenn er wachsen und Frucht bringen will. Das heisst für mich vor allem: Es ist wichtig, einen regelmässigen Kontakt zu Jesus Christus zu haben. Das Gebet ist dabei wie der Schein der Sonne oder wie der Regen, der einen Apfelbaum wachsen und reifen lässt. Ein Baum, welcher tief in der Erde wurzelt, hat festen Halt, auch wenn ihm Stürme bedrohlich werden. Für mich steht fest, dass mir der in Christus verwurzelte Glaube den nötigen Halt gibt, die Herausforderungen meines Lebens zu meistern. Dankbar bin ich für das Geschenk des Glaubens.

8. September 2011