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«Grenzenlos. Religion + Raum»

Räume haben mit Corona eine neue Bedeutung erlangt. Begegnung im realen Raum wurden im Lockdown stark reduziert und sind seither mit Distanz und Vorsicht konnotiert. Schutzkonzepte diktieren das Funktionieren im Raum und natürlich wirken sie sich auch auf das Haus der Religionen aus.

Die Einschränkungen im Raum sind für die einen Menschen schmerzhaft und vereinsamend, für andere bringen sie mehr innere Räume zum Blühen und vor allem bekamen seither virtuelle Räume eine sprunghaft höhere Relevanz. Mit Räumen in unterschiedlichen Schattierungen befassen wir uns daher in den kommenden Monaten.

An der Auftaktveranstaltung am 18. Oktober, ab 17.00, feiern wir die Vernissage der neuen Ausstellung zu «Religion + Raum», lassen uns in den Kulträumen von Raumgeschichten verzaubern und feiern die Geburt von Bab, einem Fest der Bahai, die mit wunderbaren Gartenanlagen ihre Religion räumlich erlebbar machen.

In den darauffolgenden Wochen entfalten wir das Raumthema in verschiedenen Richtungen, so nimmt der Linguist Heiko Hausendorf am 22. Oktober Platz auf dem Sofa und denkt über Kommunikation im virtuellen Raum nach.

Um Virtualität geht es auch im interkonfessionellen Projekt von Theologe Thomas Schlag, der seit März in ganz Europa untersucht hat, wie Kirchen sich online neu erfinden. Im Dialog mit Rabbiner, Imam und Hindupriester fragen wir am 27. Oktober, was welcher Religion während des Lockdown besonders wichtig und heilig war, was virtuell funktionierte und was gerade nicht.

Und der erste Filmabend am 29. Oktober ist mit «Messies» einer nochmals ganz anderen Raumdimension gewidmet. Geht es doch um Menschen, die ihre Räume oft bis zu den Grenzen des Erträglichen anfüllen. Dem Berner Ulrich Grossenbacher ist ein berührender Dokumentarfilm zu diesem weitgehend tabuisierten Thema gelungen.

13. Oktober 2020
erstellt von «pfarrblatt» Nr. 22
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