Kurznachrichten

Häusliche Gewalt – nie privat!
«Häusliche Gewalt ist nie privat!» – Mit diesem Slogan startete am 25. November die jährlich stattfindende nationale Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen». Häusliche Gewalt ist die am meisten verbreitete Form von Gewalt gegen Frauen. Und gerade weil sie in den eigenen vier Wänden stattfindet, ist sie nach wie vor tabuisiert.
Infos zur Kampagne: www.16tage.ch.com

«Der Vorfall ist schmerzlich»
Stellungnahme der Dekanatsleitung der Katholischen Kirche Region Bern zum Fall Urkundenfälschung und Veruntreuung. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass ein Katechet und Jugendarbeiter der Pfarrei Dreifaltigkeit Bern wegen qualifizierter Veruntreuung und Urkundenfälschung im Kanton Wallis zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt worden ist. Er hatte während mehrerer Jahre insgesamt rund 250000 Franken vom Konto eines ihm anvertrauten geistig behinderten Mündels abgehoben.

Der Vorfall ist für die Dekanatsleitung der Katholischen Kirche Region Bern äusserst schmerzlich, zumal ein geistig behinderter Mann auf solche Weise ausgenutzt worden ist. Es ist für uns ebenso schmerzlich, weil der Vorfall der Botschaft Jesu, die wir verkünden, und den Ansprüchen, die wir als kirchliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an uns selber stellen, vollkommen widerspricht.

Die katholische Kirchgemeinde Dreifaltigkeit hat den Mann unmittelbar nach Bekanntwerden der Verurteilung fristlos entlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste niemand in der Katholischen Kirche Region Bern von den Verfehlungen dieses Katecheten, noch war jemand orientiert über die Tatsache, dass ein Verfahren gegen ihn läuft.

Die Dekanatsleitung begrüsst ausdrücklich den unmissverständlichen und sofortigen Entscheid des Kirchgemeinderates Dreifaltigkeit, den Katecheten zu entlassen. Unser Mitgefühl gilt dem geistig behinderten Mann, der vomKatecheten in unverantwortlicher Weise geschädigt wurde.
Kath. Kirche Region Bern, Dekanatsleitung

25. November 2015